Versatel: 20-MBit/s-Zugänge durch Kauf von TV-Kabelnetzfirma
Versatel setzt seine TV-Kabel-Strategie mit dem Kauf des Essener Kabelnetzbetreibers MediaHome fort. Für den Zukauf gründete die Tochter Versatel Kabel ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Corfina-Beteiligung Life Sciences. Aufgrund der Joint-Venture-Struktur beteiligt sich die Versatel AG über ein Anteilseigner-Darlehen in Höhe von 13 Millionen Euro am Kaufpreis. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht.
Bereits im Sommer 2008 hatte Versatel für 30 Millionen Euro den Frankfurter Kabelnetzbetreiber AKF vom Immobilienkonzern Deutsche Wohnen gekauft. Direkten Zugang zu rund 76.000 Haushalten erhielt der Telefon- und Internetanbieter mit der Übernahme. Mit dem aktuellen Zukauf addiert Versatel 81.000 Endkundenhaushalte auf der Netzebene 4.
Damit spart die Firma Zahlungen an die Telekom für die letzte Meile zum Endkunden. Versatel-Chef Peer Knauer: "Für uns ist die Kabeltechnologie die alternative Strategie zu FTTx, weil das Kabel die kosteneffiziente Möglichkeit darstellt, in Zukunft hohe Bandbreiten zu realisieren."
Etwa 60 Prozent der MediaHome-Haushalte liegen innerhalb der Versatel-Regionen. Die Migration von Versatel-Kunden auf das MediaHome-Kabelnetz sei möglich. Versatel kann diesen Kunden künftig Dienste mit im Vergleich zu DSL höheren Bandbreiten von mehr als 20 MBit/s anbieten.
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