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Kopierabgabe: Drucker und Multifunktionsgeräte werden teurer

Bitkom und Verwertungsgesellschaften unterzeichnen Vertrag. Der Branchenverband Bitkom hat mit den Verwertungsgesellschaften einen Kompromiss für Urheberrechtsabgaben auf IT-Geräte ausgehandelt. Laut Bitkom erhöht sich durch die Kopierabgaben der Verkaufspreis, da die Hersteller diese Abgaben an die Verbraucher weitergeben.
/ Achim Sawall
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Die Verwertungsgesellschaften Wort und Bild-Kunst und der Bitkom haben sich am 10. Dezember 2008 in Berlin über die Höhe der Geräteabgabe im sogenannten Reprographiebereich geeinigt. "Nach über einjährigen, zähen Verhandlungen wurde heute in Berlin ein Gesamtvertrag unterzeichnet, der die Urhebervergütungen für Multifunktionsgeräte, Drucker, Scanner und Faxgeräte verbindlich regelt" , so die Verwerter. Das Vertragswerk gelte rückwirkend ab 1. Januar 2008 und bezieht sich auf die Rechtslage seit Inkrafttreten des 2. Korbes der Urheberrechtsnovelle.

Laut Bitkom werden die Urheberabgaben auf Scanner, Faxgeräte und Kopierer teilweise zurückgehen. Neu hinzugekommen sind dagegen Abgaben auf Drucker und Multifunktionsgeräte, die drucken, scannen, kopieren und teilweise auch faxen können. Für die Produkte hätten die Verwertungsgesellschaften sehr hohe Abgaben gefordert, die teils über den Gerätepreisen gelegen hätten, so der Herstellerverband. "Wir haben hier einen Kompromiss mit Bauchschmerzen erzielt" , sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Uli Holdenried. Die Hersteller würden diese Abgaben an die Verbraucher weitergeben. Im ersten Halbjahr 2009 seien Preiserhöhungen bei Druckern und Multifunktionsgeräten geplant.


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