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EU fördert Jugendschutz im Netz weiter

Programm Safer Internet neu aufgelegt

Mit 55 Millionen Euro wird die EU den Jugendschutz im Internet von 2009 bis 2013 fördern. Das hat der Ministerrat gestern beschlossen. Der Ministerrat folgt damit einem Vorschlag der EU-Kommission von Ende Februar 2008.

Drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs und 17 Jahren sind online. Um ihnen, ihren Eltern und Betreuern Hilfestellung bei der sicheren Internetnutzung zu geben, will die EU in den kommenden Jahren insgesamt 55 Millionen Euro ausgeben. Der EU-Ministerrat hat die Neuauflage des erstmals von 2005 bis 2008 durchgeführten Programms gestern abgesegnet.

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Das Programm soll unter anderem dazu dienen, über mögliche Gefahren bei der Internetnutzung, schädliche Inhalte und Maßnahmen zum Selbstschutz aufzuklären. Knapp die Hälfte des Geldes soll in Aufklärungsmaßnahmen fließen, ein Drittel zur Bekämpfung illegaler Inhalte und schädlicher Verhaltensweisen eingesetzt werden, der Rest für Werbung und Forschung.

Im Wesentlichen geht es um vier Bereiche: Jugendliche, ihre Eltern und Lehrer sollen zum einen in die Lage versetzt werden, selbst verantwortungsbewusste Entscheidungen zur Internetnutzung zu treffen. Zum Zweiten soll ein Netzwerk von Kontaktstellen geschaffen werden, die Hinweise auf illegale oder schädliche Inhalte entgegennehmen. Das betrifft besonders Hinweise auf Inhalte, die den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen, aber auch Vorbereitungshandlungen zum Kindesmissbrauch und Onlinemobbing von Jugendlichen. Drittens sollen unter Einbeziehung von Kindern Selbstregulierungsinitiativen gefördert werden. Und schließlich will die EU die Trends der Technologieentwicklung und ihrer Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch europäische Experten erforschen lassen.

Aufklärungsarbeit scheint dringend geboten zu sein. Einer von der EU zitierten Eurobarometer-Umfrage zufolge redet lediglich die Hälfte aller Eltern mit ihren Kindern über deren Onlineaktivitäten. Knapp 60 Prozent der Eltern setzen auf Filter- oder Überwachungssoftware, um das Verhalten ihrer Sprösslinge im Internet zu kontrollieren. Diejenigen, die darauf verzichten, wissen entweder nicht, wie solche Software funktioniert (14 Prozent), oder haben volles Vertrauen in den Nachwuchs (64 Prozent). Nur ein Viertel der Eltern ist "sehr besorgt", dass ihre Kinder im Internet persönliche Informationen preisgeben könnten.

Insgesamt gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in der EU. Während sich die Eltern in Dänemark, Schweden und der Slowakei vergleichsweise wenig Sorgen machen, hegen die Eltern in Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland und Zypern die größten Befürchtungen. [von Robert A. Gehring]


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anom 11. Dez 2008

Whitelist? Klaaar... und die Seiten der politischen Opposition sind durch einen...

molest0r 11. Dez 2008

auf eu ebene bringen die mit lächerlichen 55 mio's höchstens ein kleines webportal zum...

hanebuechen 10. Dez 2008

Die Politiker sollten lieber Geld in kinder- und jugendbetreuungsprojekte stecken. Die...

MeinVorschlag 10. Dez 2008

von Verhütungsmitteln.

Sappeur 10. Dez 2008

Das Geld wandert zum Großteil in extra dafür geschaffene "Kinderschutzorganisationen...



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