Israels Straßenverkehr wird elektrifiziert

Die Ladesäulen sind nur ein Teil einer Infrastruktur für Elektroautos, die Better Place einrichten will. Dazu gehört noch ein Servicezentrum sowie Stationen, an denen Autofahrer den Akku ihres Autos austauschen können. Das soll es ermöglichen, mit einem Elektroauto auch lange Strecken zurückzulegen, ohne länger Pause zu machen, um das Auto aufzuladen.
Das Geschäftsmodell von Better Place ähnelt dem eines Mobilfunkanbieters: Der Kunde schließt ein Abonnement für eine bestimmte Kilometerzahl im Monat ab und erhält ein Elektroauto zu einem vergünstigten Preis. Im Auto ist eine Software installiert, die dem Fahrer hilft, seine Strecken so zu planen, dass er immer genug Strom hat, um ans Ziel und rechtzeitig zu einer Ladestation zu kommen. Der Nachteil daran ist, dass nur Autos, die zu Better Place gehören, an das System angeschlossen werden können. Sie stammen von den Autobauern Renault und Nissan. Die Fahrzeuge sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h erreichen und mit einer Ladung rund 230 Kilometer weit kommen.
Weitere Projekte hat das vom ehemaligen SAP-Manager Shai Agassi gegründete Unternehmen in Dänemark, Australien und in zwei US-Bundesstaaten initiiert. Im November 2008 hatte Better Place den Start eines Großprojektes in Kalifornien bekanntgegeben. Anfang Dezember traf das Unternehmen eine ähnliche Vereinbarung mit der Gouverneurin des US-Bundesstaates Hawaii, Linda Lingle.
In Berlin haben kürzlich unabhängig voneinander die Autobauer Daimler und BMW Projekte mit Elektroautos angekündigt.



