OpenCL 1.0 und OpenGL 3.0 sind da

Offener Standard für Rechenanwendungen auf GPUs

Wie geplant hat das Khronos-Konsortium noch vor dem Ende des Jahres 2008 die Spezifikationen für die 3D-Schnittstellen Open GL 3.0 und OpenCL 1.0 veröffentlicht. Damit ist unter anderem der Weg frei für eine hardwareunabhängige Programmierung von Grafikprozessoren mit Rechenanwendungen.

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OpenGL 3.0 war im August 2008 zur Konferenz Siggraph vorgestellt worden. Inzwischen haben die Mitglieder des Khronos-Konsortiums die Schnittstelle ratifiziert und sie für Entwickler freigegeben. Die neue Version der Schnittstelle bricht mit einigen bisherigen Dogmen der OpenGL-Programmierung, Details dazu finden sich in einer früheren Meldung.

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Mit großer Spannung war die erste Version der "Open Compute Language" (OpenCL) erwartet worden. Ursprünglich von Apple entwickelt, wurde OpenCL Khronos als offener Standard für die Programmierung von Mehrkernsystemen zur Verfügung gestellt. Nicht nur GPUs, auch CPUs lassen sich damit ansprechen.

Der Schwerpunkt liegt jedoch bei den Grafikprozessoren, für die unabhängig vom Hersteller nun erstmals eine Programmiersprache samt Framework zur Verfügung steht, um die schnellen 3D-Prozessoren auch für Rechenanwendungen zu verwenden. Auf der PC-Seite bekriegen sich hier bisher Nvidia mit "CUDA" und AMD mit einem ähnlichen Paket "Stream".

Beide Hersteller unterstützen OpenCL, dazu kommen noch andere Hardwareschwergewichte wie Apple, Intel, Imagination, IBM, Motorola, HP und Samsung. Auch auf der Softwareseite sind unter anderem Activision-Blizzard, Codeplay und QNX dabei - nicht aber Microsoft, das mit den "Compute Shaders" von DirectX 11 ein eigenes Konzept verfolgt.

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Die Spezifikationen können nach Registrierung bei Khronos bezogen werden. Derzeit sind die Server des Konsortiums jedoch überlastet.

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