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Native Client von Google: Browseranwendungen laufen nativ

Entwickler sollen die volle Leistung der CPU auch im Browser nutzen können. Mit dem Native Client will Google Webapplikationen näher an die CPU rücken, denn damit lässt sich nativer Code im Browser ausführen. Entwickler können so die volle Prozessorleistung nutzen und dennoch browserunabhängigen Code schreiben, der auf mehreren Betriebssystemen läuft.
/ Jens Ihlenfeld
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Googles Native Client ist derzeit noch ein Forschungsprojekt, das Google in einem sehr frühen Stadium veröffentlicht, um zusammen mit anderen sicherzustellen, dass der Native Client auch sicher ist. Da dabei nativer Code ausgeführt wird, birgt das Ganze ein besonders hohes Gefahrenpotenzial, das abgesichert werden muss.

Der Native Client besteht aus einer Runtime, einem Browser-Plug-in sowie einigen auf GCC basierenden Compilerwerkzeugen. Zusammen ermöglichen es diese Bausteine, Anwendungen zu bauen, die im Browser ablaufen, aber native Codemodule enthalten. Diese können deutlich schneller ausgeführt werden als beispielsweise JavaScript oder Flash.

Um den Nutzer vor Malware zu schützen und für Portabilität zu sorgen, hat Google strenge Regeln für valide Module definiert, darunter strukturelle Kriterien, die sicherstellen, dass sich die Module verlässlich in Instruktionen zerlegen lassen. Zudem dürfen bestimmte Instruktionsfolgen nicht enthalten sein. Damit soll sichergestellt werden, dass potenziell schadhafter Code nicht ausgeführt wird und sich nicht über den Native Client verbreiten kann.

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Google betont, den Native Client sicher zu machen, sei eine große Herausforderung, sieht diese aber als lohnend an. Die Ausführung von nativem Code biete erhebliches Potenzial, zum Beispiel in der Bildbearbeitung oder bei anderen rechenintensiven Aufgaben, die in JavaScript zu langsam ausgeführt werden.

Der Native Client steht unter code.google.com/p/nativeclient(öffnet im neuen Fenster) im Quelltext als Open Source zum Download bereit. Damit lassen sich portable Module erstellen, die in Firefox, Safari, Opera, und Google Chrome unter Windows, Mac und Linux auf x86-Systemen laufen. Der Internet Explorer bleibt derzeit außen vor, während an der Portierung auf ARM und PowerPC bereits gearbeitet wird.


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