Araber erhöhen Anteile an AMDs Chipfabriken

Wertverlust der Aktie zwingt zu höherer Beteiligung

Die beiden Unternehmen Mubdala und ATIC aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi stocken ihre Mehrheitsbeteiligung an AMDs Chipfabriken auf. Zwar sollen die Stimmrechtsanteile zu gleichen Teilen bei AMD wie den Investoren bleiben, durch einen Wertpapierdeal gehört die überwiegende Mehrheit von AMDs Fabs nun aber den arabischen Investoren.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie AMD ohne Ankündigung mitteilte, werde die früheren Vereinbarung zur Aufspaltung des Chipherstellers nun geändert. Das neue Joint Venture unter dem vorläufigen Namen "The Foundry Company" sollte bisher zu 55,6 Prozent dem Unternehmen "Advanced Technology Investment Co." (ATIC) gehören, nun sollen es 65,8 Prozent sein.

Stellenmarkt
  1. IT Security Architect (m/w/d)
    Knorr-Bremse Services GmbH, Berlin
  2. Management-Trainee IT (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Detailsuche

Das Eigentum der Foundry, vor allem die Chipfabriken in Dresden, wird dafür im Buchwert wertberichtigt. Statt eines Multiplikators von 1,13 setzt ATIC nun nur noch 0,85 für den Buchwert an. An den Stimmrechtsanteilen ändert sich jedoch nichts: AMD und ATIC sollen nach dem Ende der Transaktionen gleichberechtigt sein.

Die Beteiligung des anderen AMD-Investors aus Abu Dhabi, der "Mubadala Development Company", am gesamten Unternehmen AMD wird auch erhöht. Statt bisher 30 Millionen Optionsscheine für AMD-Aktien sollen nun 35 Millionen von AMD auf Mubdala ausgestellt werden. Am 12. Dezember 2008 will Mubdala zudem 58 Millionen AMD-Aktien kaufen. Der Preis dafür soll dem Durchschnitt des Kurses der 20 Handelstage für den Termin entsprechen.

Seit der Ankündigung der Aufspaltung befindet sich der Kurs der AMD-Aktie auf Talfahrt - was aber nicht nur an der lange erwarteten Geschäftsänderung von AMD liegen dürfte, sondern an der internationalen Wirtschaftskrise. Bereits vor AMDs aktueller Warnung hatte Intel eine Gewinnwarnung ausgegeben. AMDs Aktie rutschte zeitweise an der Wall Street unter 2 US-Dollar. Ob die Beteiligungen von Mubdala und ATIC an bestimmte Kurse oder gar feste Werte gekoppelt waren, ist nicht bekannt.

Golem Karrierewelt
  1. Airtable Grundlagen: virtueller Ein-Tages-Workshop
    09.12.2022, Virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die beiden Unternehmen bekräftigten, dass außer der Erhöhung der Beteiligung die direkte Finanzspritze für AMD wie geplant erhalten bleiben soll: 700 Millionen US-Dollar erhält AMD von ATIC in bar, 1,4 Milliarden sollen in die "Foundry" investiert werden. Auch Hans Deppe, Geschäftsführer von AMD Dresden, beruhigt:"Die Investitionspläne für den Standort Dresden bleiben von der Anpassung des Vertrages zwischen AMD und seinen beiden Partnern unberührt." Dennoch verliert AMD nun noch weiter seine Unabhängigkeit, nicht nur bei der Beteiligung an den Chipfabriken, sondern auch beim Rest des Unternehmens.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


klemme61 11. Feb 2009

Wem welches Land vor 2000 Jahren gehörte ist sowas von doof. "gehörte" ist schon richtig...

Siggii 11. Dez 2008

vorallem sind es keine Geier wie die Amis und Europäer die aus dem Laden das letzte...

Regenmacher 08. Dez 2008

Das Schwachmaten Wort des Jahres 2008



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Smartwatch
Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant

Die Apple Watch Ultra verfügt über vier Schrauben auf der Unterseite. Nutzer sollten sie nicht lösen, um die Uhr nicht zu zerstören.

Smartwatch: Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant
Artikel
  1. Gegen Amazon und Co.: Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein
    Gegen Amazon und Co.
    Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein

    Mit einer Mindestliefergebühr will Frankreich kleinere Geschäfte vor großen Onlinehändlern wie Amazon schützen.

  2. Gen.Travel: Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten
    Gen.Travel
    Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten

    VW hat eine Autostudie vorgestellt, in der niemand mehr fahren muss. Stattdessen kann gearbeitet, geschlafen oder gefreizeitet werden.

  3. E-Commerce und Open Banking: Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor
    E-Commerce und Open Banking
    Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor

    Open Banking sollte Innovationen fördern. Stattdessen nutzen Amazon, Apple und Google es dazu, ihre Marktmacht auszubauen.
    Eine Analyse von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Gaming-Hardware uvm. • Crucial P2 1 TB 67,90€ • ViewSonic VX2719-PC FHD/240 Hz 179,90€ • MindStar (u. a. MSI MAG Z690 Tomahawk 219€ + $20 Steam) • Apple AirPods 2. Gen 105€ • Alternate (u. a. Chieftec GDP-750C-RGB 71,89€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ [Werbung]
    •  /