Verkehrsminister will ein E-Ticket für ganz Deutschland

Das Bundesverkehrsministerium fördert die Entwicklung elektronische Fahrscheine nach einheitlichen Standards für Chips und Mobiltelefone in ganz Deutschland. "Im 21. Jahrhundert muss es möglich sein, per Chip oder Handy einen Fahrschein für die U-Bahn in Berlin und die Busfahrt in München zu lösen" , sagte Wolfgang Tiefensee (SPD) anlässlich der Vergabe von knapp 10 Millionen Euro an Verkehrsunternehmen und -verbünde für das Projekt "(((eTicket". Erste Pilotprojekte seien erfolgreich verlaufen.
Geld für die Entwicklungsarbeit geht an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, die Berliner Verkehrsbetriebe, den Rhein-Main Verkehrsverbund, den Verkehrsverbund Oberelbe, den Hamburger Verkehrsverbund, den Kreisverkehr Schwäbisch Hall, den Ostalbkreis und den Heilbronner-Hohenloher-Haller Nahverkehr.
"Wir sind auf einem guten Weg zu einem einheitlichen Fahrschein für ganz Deutschland" , so Tiefensee. Wer viel in verschiedenen Städten und Regionen Deutschlands unterwegs sei, sei weiterhin von "unbekannten Tarifzonen und unverständlichen Preisstufen geplagt" , sagte Tiefensee. Die Entwicklung des Projekts müsse jetzt schnell vorankommen, so Tiefensee weiter, auch um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen.
Datenschützer wenden dagegen ein, dass mit elektronischen Tickets Bewegungsprofile der Bevölkerung noch leichter möglich werden. Im Individualverkehr ist dies bereits durch das Mautsystem von Toll Collect denkbar.