World Community Grid wird zur Energieforschung eingesetzt

Wissenschaftler wollen mit Forschungsgrid besserere Solarzellen entwickeln

Wissenschaftler der Harvard Universität haben zusammen mit dem World Community Grid das Clean Energy Project gestartet. Die Harvard-Chemiker wollen die Rechenkapazität des humanitären Forschungsgrids nutzen, um organische Materialien auf ihre Tauglichkeit als Material für Solarzellen zu untersuchen.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit der vereinten Rechenkapazität des Grids wollen die Forscher aus Harvard um Alan Aspuru-Guzik die chemischen Eigenschaften von organischen Stoffen untersuchen, um herauszufinden, ob sie für Solarzellen geeignet sind.

Stellenmarkt
  1. (Junior) IT Business Partner / Demand Manager - Sales Units (m/w/d)
    Jungheinrich AG, Hamburg
  2. Projektleiter (w/m/d) im Bereich Breitbandinfrastruktur
    RBS wave GmbH, Stuttgart, Ettlingen
Detailsuche

Mit Hilfe des Grid sei es möglich, neue Materialien mit bestimmten Eigenschaften am Computer zu simulieren, statt sie real herzustellen und dann ihre Eigenschaften in Experimenten zu erforschen, schreiben die Wissenschaftler auf der Website des Clean Energy Projects.

Die Solarzellen, um die es in dem Projekt geht, bestehen nicht aus Silizium, sondern aus Polymeren. Das sind Kunststoffe, die aus Kettenmolekülen oder verzweigten Molekülen bestehen, die wiederum aus gleichen oder gleichartigen Einheiten, sogenannten Monomeren, zusammengesetzt sind. Die Wissenschaftler suchen sich einzelne Monomere aus und variieren sie, beispielsweise indem sie sie durch andere Moleküle ersetzen. So kämen schnell zehntausende von Verbindungen zustande, die zunächst auf einige grundlegende Eigenschaften getestet werden sollen. Anschließend werden die vielversprechendsten Kandidaten sehr detaillierten Simulationen unterzogen. Am Ende, so die Forscher, werden nur noch einige wenige Stoffe übrig bleiben. Diese wollen sie dann im Labor herstellen und realen Tests unterziehen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Prozedur etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Mit einem herkömmlichen Cluster aus Supercomputern würde es zehnmal so lange dauern, ist Aspuru-Guzik überzeugt.

Golem Karrierewelt
  1. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    26.10.2022, virtuell
  2. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    21.-23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das 2004 von IBM initiierte World Community Grid soll zum größten Computergrid der Welt ausgebaut werden. Jeder Computernutzer auf der Welt kann Leerlaufzeiten seines Rechners für das Grid zur Verfügung stellen. Derzeit hat es eine Rechenleistung von im Schnitt 179 Teraflops. Das Forschungsgrid steht nach eigenen Angaben ausschließlich gemeinnützigen Organisationen für humanitäre Forschung zur Verfügung. So sollen etwa genetische Codes entschlüsselt werden, die den Krankheitsauslösern von Aids, Alzheimer oder Krebs zugrunde liegen. Außerdem soll die Vorhersage von Naturkatastrophen verbessert und Studien unterstützt werden, die helfen sollen, die Versorgung der Welt mit Nahrung und Wasser sicherzustellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming
Google Stadia scheiterte nur an sich selbst

Die Technik war nicht das Problem von Alphabets ambitioniertem Cloudgaming-Dienst. Das Problem liegt bei Google. Ein Nachruf.
Eine Analyse von Daniel Ziegener

Cloudgaming: Google Stadia scheiterte nur an sich selbst
Artikel
  1. Tiktok-Video: Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job
    Tiktok-Video
    Witz über große Brüste kostet Apple-Manager den Job

    Er befummle von Berufs wegen großbrüstige Frauen, hatte ein Apple Vice President bei Tiktok gewitzelt. Das kostete ihn den Job.

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Elektromobilität: Superschnelles Laden mit zwölf Megawatt
    Elektromobilität
    Superschnelles Laden mit zwölf Megawatt

    Das Unternehmen Paxos hat ein Hochleistungsladegerät mit Spezialstecker entwickelt. Der Industrie genügt eine weit geringere Leistung, aber autonome Fahrzeuge könnten das ändern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /