Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft-Chef: Wir wollen weiter Yahoos Suchmaschinensparte

Neuer Chef der Online Services Group könnte Integration erleichtern. Im monatelangen Gezerre um eine Übernahme von Yahoo durch Microsoft hat Konzernchef Steve Ballmer neue Signale ausgesendet. Microsoft habe weiter Interesse an Yahoos Suchmaschinensparte. Es wäre für beide Firmen besser, lieber "früher als später" zu einem Abschluss zu kommen.
/ Achim Sawall
42 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

In einem Interview mit dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) hat Microsoft-Chef Steve Ballmer wieder Interesse daran bekundet, Yahoos Suchmaschinengeschäft zu kaufen. "Ich denke, ein Abschluss im Bereich Suche lohnt sich für Microsoft und für Yahoo, und ich denke, ich habe deutlich gemacht, dass ich dafür offen bin."

Am 5. Dezember 2008 hatte Microsoft Qi Lu, Yahoos ehemaligen technischen Leiter für Suchmaschinen- und Onlinewerbetechnik, als Leiter seiner Online Services Group engagiert . Gefragt, ob eine Integration der Yahoo-Sparte mit Qi einfacher würde, sagte Ballmer nun: "Es ist offensichtlich, dass eine solche Integration nur leichter werden kann, wenn man jemanden hat, der beide Seiten kennen würde. Das war aber nicht bedeutend dafür, Qi zu engagieren."

Auf die Frage, ob es wieder Gespräche mit Yahoo gebe, sagte Ballmer: "Die Antwort ist nein. Ich würde es Ihnen aber auch nicht verraten, wenn es welche gäbe." Die britische Sunday Times hatte zuletzt berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Microsoft 20 Milliarden US-Dollar für Yahoos Suchmaschinengeschäft geboten habe. Sprecher beider Firmen hatten dies kurz danach als "absurde Spekulation" zurückgewiesen.

Ballmer erklärte auch, was an dem Internetunternehmen Yahoo für Microsoft attraktiv sei: "Sehen sie, das Fundament für den Kauf der Yahoo-Suche basiert darauf, auf dem Anzeigenmarkt die kritische Masse zu erreichen. Das hat nichts mit der Technologie zu tun, oder mit irgendetwas anderem, es ist wirklich ein Marketingphänomen. Zusammen hätten wir mehr Anzeigenkunden, was bedeutet, dass wir mehr relevante Anzeigen auf unseren Websites hätten" , so der 52-Jährige. "Mehr Menschen würden für mehr Keywords bieten."

Das Wichtigste dabei wäre aber, dass ein "wirklich glaubwürdiger Konkurrent" zu Google entstünde.

Yahoo hatte in diesem Jahr eine 47,5-Milliarden-US-Dollar-Offerte Microsofts abgelehnt. Microsoft hatte 33 US-Dollar pro Aktie geboten, das Yahoo-Papier steht jetzt bei 11,66 US-Dollar.


Relevante Themen