• IT-Karriere:
  • Services:

Jollbot, der Hüpfroboter für ferne Planeten

Rollender Roboter überwindet Hindernisse in Heuschreckenmanier

Ein Entwicklerteam aus England hat einen Roboter entwickelt, der sich rollend fortbewegt und wie eine Heuschrecke springen kann. Teamleiter Rhodri Armour hofft, dass der Roboter eines Tages zur Erkundung ferner Planeten eingesetzt werden kann.

Artikel veröffentlicht am ,

Der filigrane Jollbot gleicht eher einem kugelförmigen Vogelkäfig als einem Roboter, der ferne Planeten erkunden soll. Kein Vergleich etwa mit den Skorpionen und Skarabäen, die die Bremer DFKI-Robotiker ins All schicken wollen. Dennoch haben beide Konzepte etwas gemeinsam: Wie die norddeutschen haben auch die Wissenschaftler um Rhodri Armour von der Universität im englischen Bath Konzepte der Natur imitiert.

 
Video: Jollbot

Stellenmarkt
  1. Technische Hochschule Ingolstadt, Ingolstadt
  2. Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Bielefeld

Doch anders als laufende Sechs- oder Achtbeiner haben sich Armour und seine Kollegen des Centre for Biomimetic & Natural Technologies Heuschrecken zum Vorbild genommen, um Hindernisse zu überwinden.

Üblicherweise bewegt sich der weniger als ein Kilogramm schwere Roboter rollend fort. Die Kugelform hat dabei Vorteile gegenüber einem Fahrzeug auf Rädern, da Jollbot nicht umkippen kann. Allerdings teilt er mit Räderfahrzeugen die Schwierigkeit, sich in schwerem Gelände fortzubewegen. Das Team um Armour hat eine einfache, aber sehr wirksame Methode entwickelt, um Hindernissen auszuweichen: Jollbot spannt sich und springt darüber wie eine Heuschrecke.

Armour mit Jollbot (Foto: Uni Bath)
Armour mit Jollbot (Foto: Uni Bath)
Vor dem Sprung sammelt der Jollbot Energie, indem kleine Motoren die Drahtkugel in eine ellipsoide Form zusammenziehen. Schnellt der Jollbot wieder in seine ursprüngliche Form zurück, springt er gut einen halben Meter hoch. "In der Natur gibt es zwei Arten zu springen: hopsen wie ein Känguru, das sich mit der direkten Kraft seiner Muskeln antreibt, oder innehalten und springen wie eine Heuschrecke, die die Energie der Muskeln in federartigen Elementen speichert und dann plötzlich freisetzt, um den Sprung auszuführen", erklärt Armour. Dieses Prinzip haben er und seine Kollegen nachgeahmt, indem kleine Elektromotoren den Jollbot spannen.

Roboter, die springen, und solche, die rollen, seien nichts Ungewöhnliches, erläutert Armour. Der Jollobot sei jedoch der erste, der beides könne. Künftige Versionen des Roll-Hüpf-Roboters könnten mit einer Haut ausgestattet werden, auf der Solarzellen angebracht seien, die Energie erzeugen.

Die Bauteile für den Roboter entstanden im Rapid-Prototyping-Verfahren. Damit haben die Wissenschaftler an der Universität in Bath Erfahrung: Dort wurde auch der 3D-Drucker RepRap entwickelt, der sich selbst baut.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

thebutcher 08. Dez 2008

Erster!

blind 08. Dez 2008

klick klick

Seldon H. 07. Dez 2008

Das Ganze erinnert doch stark an die Hüpfkreatur aus dem Film Darkstar ;-)

:-) 07. Dez 2008

Es ist richtig, dass die Natur praktisch kein Lebewesen (oder Produkt) konstruiert hat...

König Adobe 07. Dez 2008

Flash sollte es tun :) http://www.adobe.com/go/DE-H-M-A2


Folgen Sie uns
       


Pixel 4 XL - Test

Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. Im Test haben wir uns diese genau angeschaut.

Pixel 4 XL - Test Video aufrufen
HR-Analytics: Weshalb Mitarbeiter kündigen
HR-Analytics
Weshalb Mitarbeiter kündigen

HR-Analytics soll vorhersagbare und damit wertvollere Informationen liefern als reine Zahlen aus dem Controlling. Diese junge Disziplin im Personalwesen hat großes Potenzial, weil sie Personaler in die Lage versetzt, zu agieren, statt zu reagieren.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  2. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  3. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


      •  /