Jollbot, der Hüpfroboter für ferne Planeten

Der filigrane Jollbot gleicht eher einem kugelförmigen Vogelkäfig als einem Roboter, der ferne Planeten erkunden soll. Kein Vergleich etwa mit den Skorpionen und Skarabäen , die die Bremer DFKI-Robotiker ins All schicken wollen. Dennoch haben beide Konzepte etwas gemeinsam: Wie die norddeutschen haben auch die Wissenschaftler um Rhodri Armour von der Universität im englischen Bath Konzepte der Natur imitiert.
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| Video: Jollbot |
Doch anders als laufende Sechs- oder Achtbeiner haben sich Armour und seine Kollegen des Centre for Biomimetic & Natural Technologies Heuschrecken zum Vorbild genommen, um Hindernisse zu überwinden.
Üblicherweise bewegt sich der weniger als ein Kilogramm schwere Roboter rollend fort. Die Kugelform hat dabei Vorteile gegenüber einem Fahrzeug auf Rädern, da Jollbot nicht umkippen kann. Allerdings teilt er mit Räderfahrzeugen die Schwierigkeit, sich in schwerem Gelände fortzubewegen. Das Team um Armour hat eine einfache, aber sehr wirksame Methode entwickelt, um Hindernissen auszuweichen: Jollbot spannt sich und springt darüber wie eine Heuschrecke.
Roboter, die springen, und solche, die rollen, seien nichts Ungewöhnliches, erläutert Armour. Der Jollobot sei jedoch der erste, der beides könne. Künftige Versionen des Roll-Hüpf-Roboters könnten mit einer Haut ausgestattet werden, auf der Solarzellen angebracht seien, die Energie erzeugen.
Die Bauteile für den Roboter entstanden im Rapid-Prototyping-Verfahren. Damit haben die Wissenschaftler an der Universität in Bath Erfahrung: Dort wurde auch der 3D-Drucker RepRap entwickelt, der sich selbst baut.



