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Kühlt der Notebookdeckel bald das MacBook?

Apple-Patent auf Flüssigkeitskühlung von mobilen Geräten. Apple hat in den USA ein Patent beantragt, das eine Flüssigkeitskühlung für mobile Geräte betrifft. Die Kühlung erfolgt aktiv über eine Flüssigkeit und eine Pumpe.
/ Andreas Donath
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Heatpipes beinhalten zwar auch Kühltechniken, die mit Flüssigkeiten arbeiten, aber es fehlt ihnen eine Pumpe. Anstelle einer Pumpe tritt die Kapillarwirkung, die passiv in jeder Lage und sogar in der Schwerelosigkeit funktioniert.

Heatpipes werden seit Jahren in Notebooks zum schnellen Abtransport der Wärme von Prozessoren und anderen Bauteilen eingesetzt. Sie führen die Hitze zu Abwärmekonvektoren (Kühlkörpern) an den Öffnungen der Notebooks. An dieser Stelle werden häufig Lüfter eingesetzt, um die Effektivität der Kühlkörper zu erhöhen.

Wasserkühlungen werden vornehmlich in Desktopgehäusen untergebracht. Sie besitzen zwar ebenfalls mechanische Komponenten wie eine Pumpe, arbeiten aber zusätzlich mit Radiatoren, die häufig auch durch Lüfter aktiv gekühlt werden müssen.

In Apples Patentschrift 20080291629(öffnet im neuen Fenster) ist eine aktive Wasserkühlung beschrieben, die die Abwärme mit Hilfe einer Umwälzpumpe von den heißen Komponenten weg zu einem Abwärmekonvektor bringt, der aus einer großen Metallplatte besteht. Dieser arbeitet passiv ohne Lüfter und könnte beispielsweise der Notebookdeckel sein.

Ob sich mit einer Flüssigkeitskühlung Notebooks und andere Kleingeräte sinnvoll bestücken lassen, hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme abtransportiert werden kann und wie energieintensiv der Pumpbetrieb ist.


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