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Asus' Eee-Box wird mit eigenem Grafikchip HD-fähig

Modell B204 und B206 in Taiwan angekündigt. Zunächst nur in Taiwan hat Asus zwei neue Modelle seines kleinen Desktoprechners Eee Box mit Atom-Prozessor angekündigt. Die Geräte sind mit einem dedizierten Grafikprozessor von AMD und einem HDMI-Ausgang ausgestattet. Damit sollen sie HD-fähig sein – welche Form von hochauflösendem Video gemeint ist, ist noch nicht ganz klar.
/ Nico Ernst
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Die Daten in der Ankündigung der neuen Eee-Boxen sind noch nicht vollständig, und Asus Deutschland konnte auch unmittelbar keine Angaben zu Preisen und Verfügbarkeiten in Europa machen. Aus einem Eintrag auf der taiwanischen Asus-Webseite(öffnet im neuen Fenster) geht aber hervor, dass die beiden Modelle B204 und B206 der Eee-Box bis auf den separaten Grafikprozessor identisch mit der Eee-Box B202 sind, wie sie derzeit schon in Deutschland verkauft wird. Als CPU dient weiterhin der Atom N270 mit 1,6 GHz, der in Verbindung mit dem GMA-950-Kern des Chipsatzes für das Dekodieren von Full-HD-Videos zu schwach ist.

Das soll ein nicht genauer angegebener Grafikprozessor vom Typ "Radeon HD 3400 series" leisten – genauer spezifiziert Asus die GPU nicht. Da der Rest der Eee-Box aber aus Mobilkomponenten besteht, dürfte es sich um eine Notebook-GPU handeln. Auch das schnellste Modell dieser Serie, Radeon HD 3470 , taugt nach den Erfahrungen mit Notebooks kaum für anspruchsvolle Spiele, da diese GPU nur über 40 Shader-Einheiten verfügt.

Full-HD, HD-DVDs und Blu-ray-Discs sowie WMV 9 HD kann die Serie 3400 jedoch bei minimaler CPU-Belastung dekodieren, dafür hat AMD eine eigene Einheit vorgesehen, den UVD (Universal Video Decoder).

Ob der Ton auch per HDMI ausgegeben wird – was die GPU beherrschen würde -, verrät Asus noch nicht, neben dem HDMI-Port ist aber auch ein optischer Digitalausgang vorhanden. Mit Gigabit-Ethernet, WLAN nach 802.11 b/g/n, einer 160-GByte-Festplatte und 1 GByte DDR2-Speicher sind die beiden Modelle gleich ausgestattet. Die Eee-Box B204 verfügt zusätzlich aber noch über einen eingebauten Akku, der als unterbrechungsfreie Stromversorgung dienen soll. Das Modell B206 hat das nicht.

Mit beiden Geräten soll eine Fernbedienung geliefert werden – das passende Media-Center-Betriebssystem wird man sich aber selbst besorgen müssen. Vorinstalliert ist lediglich Windows XP, und nicht einmal dessen Media-Center-Edition. Das dürfte daran liegen, dass Microsoft die "Ultra Low Cost PC"-Lizenz (ULCPC) von Windows XP nur für die Home-Variante bei 1 GByte RAM und einer 160-GByte-Platte zur Verfügung stellt.


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