• IT-Karriere:
  • Services:

Intel: Kein TLB-Bug im Core i7, BIOS-Fix kam vor Launch

Specification Update bezieht sich auf einen vom Core 2 geerbten Fehler

Zum umstrittenen Eintrag im ersten "Specification Update" zu Intels neuem Prozessor Core i7 liegt jetzt eine Stellungnahme des Chipherstellers vor. Demnach handelt es sich nicht um einen neuen Fehler, sondern um ein besonderes Verhalten im Umgang mit dem TLB, das der Core i7 vom Core 2 geerbt hat. Schon vor dem Verkaufsstart soll das per BIOS behoben worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,

Wie bereits berichtet, sorgt das erste "Specification Update" für den Core i7 (PDF) für Verwirrung. Dort findet sich auf Seite 36 unter dem Punkt "AAJ1" ein als "Klarstellung" beschriebener Eintrag dazu, wie Programmierer den Translation-Lookaside-Buffer (TLB) behandeln müssen. Das PDF weist darauf hin, dass sich dadurch Änderungen in den Unterlagen für Programmierer ergeben.

Stellenmarkt
  1. Modis, Karlsruhe
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Wie Intel Deutschland jetzt mitteilte, handelt es sich dabei auch lediglich um einen Hinweis darauf, was sich im "Software Developers Manual" mit der Ausgabe A3 ändert: "Deswegen ist die Klarstellung AAJ1 kein Erratum im Core i7 Prozessor oder eines anderen Prozessors, sondern ausschließlich eine Dokumentenänderung des Intel Software Developers Manual. Dieser Abschnitt enthält alle ausstehenden Änderungen des Software Developers Manual unabhängig des betroffenen Prozessors." Dieses Handbuch gibt es bereits seit April 2007, ein ähnliches Verhalten des TLB in der Core-2-Familie ist darin dokumentiert.

Zusätzlich gibt es noch eine eigene "Application Note" (PDF), in der Intel auf 34 Seiten die Page-Caches und den TLB erklärt. Da es sich dabei um einen Teil der Speicherverwaltung des Prozessors handelt, dürften die Besonderheiten des TLB ausschließlich Entwickler von Betriebssystemen interessieren.

Dass der Eintrag AAJ1 vom Core 2 geerbt ist, erklärt nun auch Intel direkt: "Die Klarstellung der Spezifikation AAJ1 wurde ursprünglich eingefügt wegen eines Problems bei den Intel-Core-2-Duo-Prozessoren, das bereits im Vorfeld mit einem BIOS-Update korrigiert wurde und auch keinerlei Auswirkung auf die Nehalem-Familie hat."

Offenbar war der Fehler auch mit der neuen Nehalem-Architektur nicht so leicht aus der Welt zu schaffen, da sich der Eintrag eben auch im ersten Specification-Update für den Core i7 findet. Immerhin sollen keine Systeme mit dem Problem in den Handel gelangt sein. Zu den Medienberichten um den vermeintlichen TLB-Bug des Core i7 meint Intel: "Es werden 5 Erratas des Core i7 Prozessors mit Bezug auf den TLB aufgeführt. All diese beziehen sich auf unsachgemäße Übersetzung von Fehlerberichten, wobei alle Erratas mit Auswirkung auf die Funktionalität durch BIOS Updates vor dem Core i7 Launch behoben wurden. Die Leistung wurde dadurch vernachlässigbar verändert."

Damit erinnert die Situation in der technischen Natur des Problems durchaus an AMDs TLB-Bug in den ersten Phenoms und Opterons mit Barecelona-Kern: Auch dort wurde das Verhalten des TLB durch eine BIOS-Änderung modifiziert, was laut AMD 15 Prozent Rechenleistung gekostet hat. In derartigen Größenordnungen dürfte der Leistungsverlust beim Core i7 nicht liegen, denn 15 Prozent wären nicht mehr "vernachlässigbar", sondern machen in manchen Fällen den Unterschied zwischen einem 500- und einem 1.000-Dollar-Prozessor wie dem Core i7 940 und 965 aus. Konkrete Zahlen dazu liegen aber von Intel nicht vor.

Der Unterschied zu AMDs TLB-Bug liegt jedoch darin, dass nicht monatelang Systeme mit Fehler verkauft wurden, bis die Auslieferung gestoppt wurde. Intel zufolge wurden die BIOS-Änderungen noch im Oktober und November 2008 vorgenommen. Sollte es sich doch um ein schwerwiegenderes Problem handeln, wäre das direkt vor dem Marktstart aber immer noch recht spät. Intel hatte einen PC mit dem "first silicon" des Core i7 bereits im September 2007 gezeigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

lazko 03. Dez 2008

Die test die du gelesen hast beziehen sich auf den Core 2 Duo gegen den Phenom wie du es...

Darioo 03. Dez 2008

...da soll es einen Fehler geben, welche die Intel Prozessoren seit der Einführung des...

Darioo 03. Dez 2008

Selbst wenn sie noch Motorola oder IBM Prozessoren verbauen würden, Intel und AMD sind...

Mein Bug dein Bug 03. Dez 2008

k/t

Kinder ab ins Bett 02. Dez 2008

...sprach der 6.-Klässler


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
HR-Analytics: Weshalb Mitarbeiter kündigen
HR-Analytics
Weshalb Mitarbeiter kündigen

HR-Analytics soll vorhersagbare und damit wertvollere Informationen liefern als reine Zahlen aus dem Controlling. Diese junge Disziplin im Personalwesen hat großes Potenzial, weil sie Personaler in die Lage versetzt, zu agieren, statt zu reagieren.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  2. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  3. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


      •  /