Apple vergibt Lizenzen für den Mini DisplayPort

Mac-Hersteller macht den Weg für Fremdnutzung des Mini DisplayPort frei

Apple bietet anderen Herstellern eine Lizenz für den neuen Mini DisplayPort an. Andere Hersteller können die kleine Variante des DisplayPort-Steckers ohne diese Lizenz nicht nutzen. Bisher ist der Mini DisplayPort von Apple kein Bestandteil der offiziellen DisplayPort-1.1a-Spezifikation.

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Mit den neuen MacBooks und MacBook Pros hat sich Apple von den alten DVI-Steckern verabschiedet und setzt seither auf den DisplayPort-Standard. Allerdings nutzt Apple bei seinen neuen Notebooks nicht das normale Steckerformat des Standards, der sich kostenlos lizenzieren lässt, sondern hat sich eine eigene, kleinere Bauform ausgedacht. Der sogenannte Mini DisplayPort war eine Apple-Entwicklung, von der die Öffentlichkeit bis zur Vorstellung der neuen MacBooks nichts wusste.

Der Mini DisplayPort ist damit zunächst mechanisch inkompatibel mit dem DisplayPort. Apple ist der einzige Anbieter von Adapterlösungen, um etwa Monitore mit DVI-Anschluss mit den Macs zu verbinden. Ein Adapter von DisplayPort zu Mini DisplayPort fehlt aber komplett. Dadurch lässt sich das neue 24-Zoll-Cinema-Display nur an neue MacBooks anschließen. Hinzu kommt der allgemeine Mangel an DisplayPort-Adaptern, der es Anwendern schwer macht, die neue Technik mit alten Geräten zu nutzen.

Eingesteckter Mini DisplayPort von der Seite
Eingesteckter Mini DisplayPort von der Seite

Gegenüber Fremdherstellern will Apple den Mini DisplayPort öffnen und vergibt unter Bedingungen kostenfreie Lizenzen. Vorhanden ist etwa eine 90-Tage-Lizenz, um den Mini DisplayPort intern zu testen und für eigene Produkte zu entwickeln. Dazu gibt es auch ein Dokument, das den Stecker und seine Dimensionen genau beschreibt (PDF). Die elektrische Spezifikation ist identisch mit der des DisplayPort, die es bei der VESA gibt. Eine Dauerlizenz, ebenfalls kostenfrei, gibt es von Apple erst, nachdem ein Formular per Post an Apple geschickt wurde.

Damit macht Apple den Weg für Fremdhersteller frei, diesen Mini DisplayPort auch in eigenen Produkten zu verwenden. Vorstellbar wäre der Einsatz etwa bei Notebooks oder Netbooks, bei denen der Platz begrenzt ist. Mit der Lizenz wäre es auch möglich, günstige Adapter zu entwickeln und zu verkaufen.

Bei früheren Macs war der Anwender darauf angewiesen, verschiedene der zahlreich vorhandenen Adapter von Apple zu erwerben. So verbaute Apple etwa Micro-DVI und Mini-DVI, nur in den MacBook Pros befand sich ein normaler DVI-I-Anschluss. Auch das iBook hatte einen eigenen Ausgang und für jeden dieser Ausgänge gab es mindestens zwei Adapter. Die Adapterkollektion dürfte in Zukunft deutlich kleiner ausfallen, da Apple langfristig auf den DisplayPort-Standard setzen will.

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kein Mini-DP 03. Dez 2008

Der normale Displayport ist doch wohl wirklich nicht mehr als störend groß zu empfinden...

gelöscht 03. Dez 2008

ne, aber ich erinnere mich noch an das mini-dvi, welches auch (iirc) ausschliesslich von...

Sumsi 03. Dez 2008

Ja genau, nur wer Apple kennt weiß, daß es nix von denen gratis bibt. Auch nichts...

Meine Mutter... 03. Dez 2008

[ ] Du verstehst ironische Kommentare. [ ] Du schaffst es Smileys zu interpretieren. Du...



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