Europa surft mit 2 MBit/s
Immer mehr Bürger Europas haben Zugang zu schnellem Internet. 74,8 Prozent der gemessenen Anschlüsse in der EU liegen im Bereich von 2 MBit/s und darüber, 62 Prozent zwischen 2 und 10 MBit/s, 12,8 Prozent über 10 MBit/s. Extrem schnelle Verbindungen (bis 100 MBit/s und darüber) stehen nur 1,4 Prozent der europäischen Internetkunden zur Verfügung, so die aktuelle Analyse(öffnet im neuen Fenster).
"In dem von der Kommission diese Woche vorgelegten Konjunkturprogramm ist vorgesehen, weitere EU-Mittel in Höhe von 1 Milliarde Euro in Infrastrukturen für das Hochgeschwindigkeitsinternet zu lenken", betonte EU-Kommissarin Viviane Reding. Das Ziel, bis 2010 den Breitbandanschluss für alle Europäer zu verwirklichen, sei somit erreichbar, sagte sie.
Das Breitbandwachstum habe sich im letzten Jahr überall in der EU fortgesetzt und von Juli 2007 bis Juli 2008 um 19,23 Prozent gesteigert. Die Zunahme fällt jedoch mit 19,23 Prozent zwischen Juli 2007 und Juli 2008 erheblich geringer aus als zwischen 2006 und 2007 mit 31,4 Prozent.
Am 1. Juli 2008 gab es in der EU mehr als 107 Millionen feste Breitbandanschlüsse, von denen 17 Millionen seit Juli 2007 hinzugekommen sind. Weltweit stehen Dänemark und die Niederlande mit einem Breitbandversorgungsgrad von 35 Prozent weiterhin an der Spitze. Der Abstand zwischen der besten (Dänemark: 37,2 Prozent) und der schwächsten Breitbandversorgung (Bulgarien: 9,5 Prozent) ist jedoch weiterhin beträchtlich.
DSL ist mit fast 86 Millionen Anschlüssen nach wie vor die wichtigste Breitbandtechnik in der EU. Der DSL-Zuwachs hat sich allerdings stark verlangsamt und fällt um 10,9 Prozent geringer aus als im Juli 2007. Die Zahl der Breitband-Mobilfunkanschlüsse über besondere Datenkarten/Modems/Stecker liegt bei etwa 2 bis 3 Prozent.
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