Fujitsu Siemens streicht 700 Jobs in Deutschland
Harte Einschnitte nach dem Eigentümerwechsel
Der Computerhersteller Fujitsu Siemens hat nach der Übernahme durch den japanischen Konzern Fujitsu in Deutschland Stellenabbau angekündigt. 700 der insgesamt 6.000 Stellen in Deutschland sollen wegfallen, teilte Fujitsu Siemens Computers mit.
Durch Stellenabbau beim Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) in Deutschland sollen 700 der 6.000 Arbeitsplätze wegfallen. "Diese Entscheidung steht nicht in Verbindung mit der Änderung der Eigentümerstruktur des Unternehmens", so ein Sprecher. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Firma "langfristig zu stärken" und die "Ergebnissituation zu verbessern".
"Um eine Lösung zu erarbeiten, nimmt die Firmenleitung mit den Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft IG Metall Gespräche auf", teilte das Unternehmen mit. Ziel seien kurzfristig wirksame Sparmaßnahmen im Personalbereich.
Den Anfang 2007 mit der Gegenseite geschlossenen Ergänzungstarifvertrag will die Konzernspitze weiterführen. Dieser sieht nach Lesart der größten Einzelgewerkschaft Deutschlands den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis März 2010 vor. Wie die IG Metall Augsburg erklärt, regle der Vertrag auch, dass die Produktionsarbeitsplätze in Deutschland bis zum März 2012 erhalten bleiben müssten.
Die Produktionsarbeiter, in Augsburg sind es 500, sollen von dem Abbau ausgenommen sein, so Jürgen Kerner, erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, der auf die Einhaltung des Vertrages mit dem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bestehen will. Insgesamt sehe die IG Metall den angekündigten Stellenabbau sehr kritisch, hieß es weiter.
Siemens hatte am 4. November 2008 in München offiziell den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen verkündet. Fujitsu zahlte rund 450 Millionen Euro für die 50-prozentige Beteiligung von Siemens. Firmenchef Bernd Bischoff trat "aus persönlichen Gründen" zurück. Finanzchef Kai Flore wurde als Nachfolger installiert.
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