Spieletest: Shaun White Snowboarding - der Berg ruft
Ubisoft nutzt Asassin's-Creed-Engine für Snowboardspiel. Strahlender Sonnenschein, ein prächtiges Bergpanorama und glitzernder Schnee: Während andere Snowboardspiele den Konsolensportler nur von Herausforderung zu Herausforderung schicken, bleibt in Shaun White Snowboarding auch Zeit fürs Erkunden der Umgebung. Schade nur, dass das hier ebenso anstrengend sein kann wie auf echten Pisten.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Shaun wer? Dem großen Publikum ist Herr White noch unbekannt, aber in eingeschworenen Snowboarding-Kreisen ist der Name des amerikanischen Pistenprofis so geläufig wie Voltaren und Mobilat. Der 22-jährige US-Profi hat in seinem Sport inklusive einer Goldmedaille bei Olympia 2006 schon so gut wie alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.
Doch der Alltag in Shaun White Snowboarding sieht zunächst wenig spektakulär aus: Aus einem ambitionierten, aber unerfahrenen Nachwuchsboarder soll ein Profi werden, der es mit Vorzeigesportlern wie eben Shaun White aufnehmen kann.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Erste kleinere Erfolge schalten neue Wettbewerbe, bessere Bretter und schickere Klamotten frei. Bei den Wettbewerben herrscht Abwechslung: Der Spieler kann sich in klassischen Abfahrtsrennen mit anderen Fahrern um die besten Positionen streiten, auf der Halfpipe mit Tricks beeindrucken oder Events mit besonderen Zielen absolvieren. Da gilt es dann unter anderem, so viel Zeit wie möglich in der Luft zu verbringen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Dem Spieler ist meist freigestellt, in welchen Events er sich austobt; es stehen immer mehrere Veranstaltungen in den Arealen in Europa, Japan und den USA zur Auswahl. Überhaupt schreibt Ubisoft die spielerische Freiheit groß: Wer mag, erkundet zwischen den Wettkämpfen zu Fuß die Berge oder marschiert im Tal herum. Wer hingegen ungern längere Strecken per pedes unterwegs ist, klettert in den Sessellift.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Leider sind mit der spielerischen Freiheit aber ein paar unangenehmere Dinge verbunden. So sind übers ganze Skigebiet Münzen verteilt, die der Spieler aufsammeln muss, um bestimmte Bereiche freizuschalten oder neue Spezialfähigkeiten zu erlernen. Während es zu Beginn durchaus Spaß macht, durch den Schnee zu stapfen, nervt das Rumgesuche schon bald – irgendwann wirkt es nur noch wie eine künstliche Spielzeitverlängerung. Auch die verfügbaren Minigames wie Schneeballwerfen unterhalten nur vorübergehend.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Besser gelungen ist da die nahtlose Integration des Multiplayermodus. Wer seine Konsole online anmeldet, trifft auf den Bergen fortan reale Mitspieler; einige der verfügbaren Wettbewerbe sind sogar nur mit menschlichen Mitspielern auswählbar und bleiben Offline-Boardern verschlossen. Bevor der Spieler gegen andere Sportler rast, ist es aber ohnehin erst einmal nötig, sich mit der Bedienung vertraut zu machen.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Und die präsentiert sich ebenso zugänglich wie vielseitig, denn mit den beiden Analogsticks lässt sich die grundlegende Bedienung recht schnell bewerkstelligen. Bis der selbst gestaltete Snowboarder allerdings genau die Tricks ausführt, die der Spieler sehen möchte, vergeht trotzdem viel Zeit. Zudem gibt es kleinere Bedienmängel: Die Reaktionsgeschwindigkeit der Sportler nach dem Knopfdruck lässt manchmal zu wünschen übrig, die Landungen gestalten sich oft hakelig und der Schwierigkeitsgrad zieht im späteren Verlauf drastisch an. Allerdings passt das auch zur realistischen Ausrichtung des Gameplays: Wahnwitzige und in der Realität kaum reproduzierbare Tricks wie in der SSX-Reihe gibt es kaum.
Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.
Optisch ist das Ganze durchwachsen. Zwar hat das Entwicklerteam Ubisoft Montreal die Grafikengine von Assassin's Creed verwendet. Trotzdem ist die Weitsicht nicht so beeindruckend wie erwartet, ein paar Ruckler trüben das Bild ebenso wie Clippingfehler. Im Großen und Ganzen sieht das Spiel zwar gut aus, mehr Feintuning wäre aber wünschenswert gewesen.
Shaun White Snowboarding ist für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erhältlich. Auf PC benötigt das Programm mindestens eine CPU mit 2,6 GHz sowie 1 GByte RAM unter Windows XP oder 2 GByte RAM unter Vista. Die Grafikkarte muss DirectX 9 unterstützen, auf der Festplatte belegt Shaun rund 9 GByte. Auch eine Version für Wii ist verfügbar – da steuert der Spieler seinen Boarder wahlweise per Balance Board. Das Spiel kostet etwa 60 Euro (Konsolen) beziehungsweise 50 Euro (PC) und hat von der USK eine Jugendfreigabe ab sechs Jahren erhalten.
Fazit: Profisport ist Spaß und harte Arbeit – auch und gerade in Shaun White Snowboarding. Das Programm gibt sich betont realistisch: Adrenalingeladene Abfahrten und frustrierende Bruchlandungen gehören hier zum Sportlerleben dazu. Fortgeschrittene Spieler mit Hang zu Simulationen werden mit den vielseitigen Herausforderungen und der steilen Lernkurve durchaus ihren Spaß haben. Wer hingegen spektakulär und unkompliziert über die Pisten rasen will, ist mit anderen Snowboardtiteln besser bedient.