Nokia setzt auf Gebäudesteuerung mit Handy und PC
Nokias Home Control Center soll Anschluss an Alarmanlagen, Haushaltsgeräte und Heizungsanlagen finden. Dabei wird die Plattform laut Hersteller offen für Drittanbieter sein, um ihre Systeme und Dienstleistungen einzubinden. Teppo Paavola, Nokias Leiter für Business Development, sieht darin auch die Besonderheit der Nokia-Plattform. "[...], bisher gab es keine Lösung, die mit einer großen Zahl von Heimsystemen zusammenarbeitet und sich leicht bedienen lässt" , so Paavola in einer Pressemitteilung.
Für Kunden würden durch das Home Control Center Anschluss und Betrieb einfacher - die Steuerung und Überwachung der an Nokias Heimautomationszentrale angebundenen Systeme erfolgt schließlich mittels Smartphone oder PC. Das Home Control Center dient dazu, den Stromverbrauch zu kontrollieren, Geräte ein- und auszuschalten, Kameras, Temperaturen und Bewegungssensoren zu überwachen. In Zukunft soll die komplette Hauselektronik nebst Heizungsanlage und Klimaanlage Anschluss an die Nokia-Plattform finden können.
Paavola zufolge sind mobile Endgeräte eine ideale Schnittstelle für die Gebäudesteuerung, insbesondere dann, wenn dies von unterwegs aus erfolgt. Damit das auch Realität wird und das Home Control Center möglichst guten Anschluss findet, will Nokia mit Unternehmen wie Danfoss, Delta Dore, Ensto, Meishar Immediate Community (MIC) und Zensys bei der Entwicklung neuer Geräte zusammenarbeiten. Nokia geht davon aus, dass das Home Control Center ab Ende 2009 kommerziell starten wird.
Ein in Partnerschaft mit RWE entwickeltes System soll zudem ab Ende 2009 Verbrauchern die Fernsteuerung von Heizungen ermöglichen. Es besteht aus einer zentralen Steuerungseinheit mit ferngesteuerten Thermostaten für die Heizkörper, die Bedienung ist mittels PC und Mobiltelefon möglich. Dazu wird noch ein separates Display angeboten. Die Geräte werden voraussichtlich im Rahmen von neuen Energieversorgungsverträgen zum Sonderpreis angeboten. Nach 2009 wollen Nokia und RWE in Verbindung mit intelligenten Messgeräten stets aktuelle Informationen zum Stromverbrauch und damit auch der nächsten Stromrechnung bereitstellen können.