DirectX-10 per Software - Hoffnung für Intels Larrabee
Intels bei manchen nicht in viele Threads aufgeteilten Programmen gleichschnelle Penryn-Prozessoren mit vier Kernen kommen bei diesem Test nur auf durchschnittlich 5,7 Bilder pro Sekunde - offenbar skaliert WARP sehr gut mit der Zahl der Kerne. Dabei ist das jedoch nach Microsofts Beschreibung immer noch vom Scheduler des Betriebssystems abhängig. Es bleibt zu hoffen, dass dieser zentrale Teil der Thread-Verwaltung, der bei Windows XP und Vista Schwächen zeigt, mit Windows 7 deutlich überarbeitet wird.
Weitere Angaben zu den Testsystemen macht Microsoft nicht, unter anderem sind die "3 GHz" für den Core i7 nicht präzise, denn diese CPU gibt es bisher nur mit nominal 2,66, 2,93 oder 3,2 GHz, die zusätzlich durch den Turbo-Mode nach oben ausreißen können.
Dass WARP nicht für ernsthaftes Spielen gedacht ist, zeigen Microsofts andere Ergebnisse mit DirectX-10-Karten im selben Test mit Crysis. Schon das Auslaufmodell GeForce 8800 GTS kommt auf 84,8 Bilder pro Sekunde, eine noch verfügbare 8500 GT für knapp 50 Euro auf die Hälfte der Geschwindigkeit. Besonders bitter: Intels Chipsatzgrafik ist in diesem Test mit knapp 5,2 Bildern pro Sekunde langsamer als die Emulation auf dem Core i7. Microsoft nennt das Modell aber nur "Intel DX10 Integrated", und gibt nicht an, ob es sich beispielsweise um den neuen Intel-Chipsatz mit Grafik G45 handelt.
Mehr freuen dürfte Intel die Tatsache, dass DX-10-Anwendungen nun in originaler Bildqualität auf jedem x86-Prozessor laufen und gut mit der Zahl der Kerne skalieren. Intels erster Grafikprozessor Larrabee besteht nämlich je nach Modell aus mindestens 16 x86-Kernen, für die Intel unbestätigten Angaben zufolge an einem eigenen Codepfad mit Raytracing arbeitet. Das könnte man sich möglicherweise jetzt sparen, wenn die Larrabee-Treiber an WARP angepasst werden.
Zum ernsthaften Spielen ist WARP laut Microsoft durch die geringe Leistung aber auch nicht gedacht. Vielmehr geht es darum, Anwendungen auf Geräten ohne DX-10-Hardware überhaupt starten zu können. Das gilt auch für Programme, die die Rechenfunktionen von Grafikprozessoren für andere Aufgaben verwenden. Prominentestes Beispiel aktuellen Datums ist Adobes Photoshop CS4, der zum Zoomen und Drehen der Arbeitsfläche OpenGL 2.0 verwendet - und nicht DirectX-10, hier wird durch WARP also auf Rechnern ohne Grafikhardware nichts schneller.
WARP10 unterstützt neben DirectX-10 auch die Version 9 der 3D-Schnittstelle; ob die volle Abwärtskompatibilität zu älteren Ausgaben gewahrt wird, ist noch nicht bekannt. Die Treiberschicht steht registrierten Entwicklern in der November-Ausgabe des DirectX-SDK bereits zur Verfügung. Eine Version von WARP für Windows Vista oder XP ist bisher nicht angekündigt.
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Welche technischen Vorteile hat eigentlich DirectX gegenüber Vulcan und OpenGL?
FYI: Jede DirectX-Version seit DX3 hatte einen Software Reference Rasterizer, eben eine...
Mit Linux geht das schon lange
hallo.wi kliken