EU-Minister für 13-Cent-Obergrenze für Auslands-SMS (Upd.)
Bitkom: "Europa schießt sich selbst ins Knie"
Die zuständigen Minister der EU-Mitgliedsländer haben am 27. November 2008 einer Preisobergrenze für den SMS-Versand im Ausland zugestimmt. Danach soll das Limit bei 13 Cent inklusive Mehrwertsteuer liegen. Der IT-Branchenverband Bitkom kritisiert das scharf.
Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding hatte ein Preislimit von 11 Cent für Auslands-SMS (ohne Mehrwertsteuer) gefordert. Heute kostet das Versenden einer Nachricht aus dem europäischen Ausland im Schnitt 29 Cent, deutlich mehr als im Inland.
"Das ist weit weniger als der typische Preis im Inland von 19 Cent", kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder den heutigen Entscheid. Die Nutzung eines Fremdnetzes könne aber nicht preiswerter sein als derselbe Dienst im Inland. "Offenkundig will die EU systematisch testen, wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann", so Rohleder weiter. Indirekt drohte er mit Streichungen bei den Investitionen in Netzausbau und -qualität, weil in der Folge des EU-Plans die "Mittel dafür fehlen" würden. "Wir schießen uns in Europa selbst ins Knie", warnte der Industrievertreter.
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) erklärte: "Neben der klaren Senkung der SMS-Preise war es für uns besonders wichtig, mobile Internetnutzer künftig wirksam vor unerwartet hohen Rechnungen zu bewahren."
Darüber hinaus wurde vereinbart, den im vergangenen Jahr ausgehandelten Euro-Tarif für Handygespräche zu verlängern und weiter abzusenken. Bis zum Jahr 2013 sollen dabei jedes Jahr die maximalen Minutenpreise um 3 Cent auf dann nur noch 34 Cent für eingehende Gespräche weiter reduziert werden.
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) erklärte: "Neben der klaren Senkung der SMS-Preise war es für uns besonders wichtig, mobile Internetnutzer künftig wirksam vor unerwartet hohen Rechnungen zu bewahren."
Darüber hinaus wurde vereinbart, den im vergangenen Jahr ausgehandelten Euro-Tarif für Handygespräche zu verlängern und weiter abzusenken. Bis zum Jahr 2013 sollen dabei jedes Jahr die maximalen Minutenpreise um 3 Cent auf dann nur noch 34 Cent für eingehende Gespräche weiter reduziert werden.
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