Panasonics Übernahmepläne für Sanyo geraten ins Stocken

Elektronikkonzern legt Gewinnwarnung vor

Der Elektronikkonzern Panasonic ist mit seinen Übernahmeplänen für Sanyo Electric auf Probleme gestoßen. Bei den offiziellen Gesprächen zwischen Panasonic und den Sanyo-Eignern Goldman Sachs, Sumitomo Mitsui Banking und Daiwa Securities SMBC ist die US-Investment-Bank Goldman Sachs ausgeschert.

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Die Übernahme Sanyos durch Panasonic droht zu scheitern. Der Goldman-Vertreter habe die Verhandlungen am Montag abgebrochen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf informierte Kreise. Goldman Sachs hält den von Panasonic angebotenen Kaufpreis für zu niedrig.

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"Wir befinden uns wegen Sanyo nicht länger in Gesprächen mit Panasonic", so eine Goldman-Sachs-Sprecherin, die keine weiteren Angaben machte. Auch Daiwa Securities SMBC erklärte später, Panasonics Angebot "würde den Wert Sanyos nicht angemessen widerspiegeln". Panasonic und Sanyo lehnten einen Kommentar ab.

Ausgehandelt hatten den Deal zuvor Panasonic-Chef Fumio Ohtsubo und Sanyo-Electric-Präsident Seiichiro Sano. Die Marke Sanyo wollte Panasonic laut der bisherigen Planung beibehalten, auch die Beschäftigten würden übernommen. Sanyo soll aber eine Restrukturierung durchlaufen. Die Firma ist weltweit führend bei der Herstellung von Akkus und Solarzellen.

Panasonic hatte 120 Yen (0,97 Euro) pro Sanyo-Aktie geboten. Goldman Sachs, Sumitomo Mitsui und Daiwa Securities halten 70 Prozent der Anteile. Die Aktie Sanyos steht gegenwärtig bei 150 Yen (1,22 Euro). Goldman strebt für seine Anteile allerdings einen Verkaufspreis von 250 Yen (2,03 Euro) an. Goldman Sachs und Daiwa Securities SMBC halten jeweils 41,7 Prozent an Sanyo-Vorzugsaktien, Sumitomo Mitsui besitzt 16,6 Prozent.

Unterdessen kürzte Panasonic heute den Ausblick für seinen Nettogewinn um über 90 Prozent. In dem Geschäftsjahr 2008/2009, das im März 2009 abgeschlossen wird, würde nur noch ein Gewinn von 30 Milliarden Yen (244 Millionen Euro) erzielt. Anlass für die Gewinnwarnung sei eine Verschlechterung der Marktaussichten für digitale Elektronikgeräte und Komponenten, sowie Verluste aus Beteiligungen und Restrukturierungsaufwendungen. Bisher war das Unternehmen von einem Gewinn von 310 Milliarden Yen (2,52 Milliarden Euro) ausgegangen. Panasonic senkte zugleich den Umsatzausblick um sechs Prozent auf 8,5 Billionen Yen (69 Milliarden Euro).

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