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Qimonda will Hilfen von Bundesregierung

Sachsen prüft Teilverstaatlichung des Unternehmens. Die Führungsspitze des Chipherstellers Qimonda hat von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) staatliche Finanzhilfen eingefordert. Am 27. November 2008 gab es ein Treffen von Konzernchef Peter Bauer und Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley mit Glos.
/ Achim Sawall
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Qimonda, die Chiptochter des Speicherherstellers Infineon, fordert Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe vom Staat. Wegen "dramatischer Branchenlage" hatte Qimonda für das Unternehmen und die gesamte deutsche Chipindustrie um staatliches Geld geworben, verlautete nach dem Treffen laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .

In einem internen Betriebsräte-Schreiben war schon vor zwei Wochen von einem drohenden Aus für den Chipkonzern mit seinen 13.000 Beschäftigten die Rede gewesen. Ein Unternehmenssprecher sagte: "Die Situation ist sehr ernst." Qimonda verkauft große Geschäftsbereiche, schließt eine Fabrik und baut weltweit 3.000 Stellen ab. Davon sind vor allem die Standorte München, Dresden und Raleigh (USA) betroffen. In Dresden fallen nach 600 Arbeitsplätzen im Sommer 2008 nun weitere 1.000 weg. Außerdem soll die Firma Tuja allen Leiharbeitern bei Qimonda zum 30. November 2008 betriebsbedingt gekündigt haben.

Die sächsische Landesregierung will ein Aus von Qimonda offenbar auf jeden Fall verhindern. Sachsen prüfe, ob eine Teilverstaatlichung des Unternehmens möglich ist, verlautete laut dem Bericht aus Konzernkreisen. Derzeit prüfe die Landesregierung neben der Zukunftsfähigkeit der Technologie des Unternehmens auch die finanzielle Lage, um mögliche Subventionspakete zu schnüren. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung könnten neue Aktien ausgegeben und an den Freistaat verkauft werden, hieß es weiter.


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