Osram und BASF bauen OLEDs für Raumbeleuchtung
Osram forscht seit Jahren an organischen Leuchtdioden und wird dabei auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Mitte 2007 war das Unternehmen aus dem sich nur langsam entwickelnden Markt für OLED-Displays ausgestiegen – die Entwicklung der Zukunftstechnik lief weiter. Zuletzt hatte Osram eine OLED-Tischlampe vorgestellt.
Zusammen mit BASF hat Osram nun die nach eigenen Angaben erste OLED gebaut, die den Energy-Star-Standard für Raumbeleuchtung erfüllt. Dabei ist eine Farbtemperatur(öffnet im neuen Fenster) von 2.700 bis 3.000 Kelvin vorgeschrieben, um ein Leuchtmittel für die Raumbeleuchtung zu qualifizieren. Dieses Spektrum entspricht in etwa der Farbtemperatur einer Glühlampe. Waren frühe Energiesparlampen mit Leuchtstofflampen noch mit einem hohen Blauanteil eher kalt abgestimmt, gibt es sie inzwischen auch in der gewohnten warmen Farbtemperatur mit mehr Rotanteil.
Osram gibt die genaue Farbtemperatur seiner OLED nicht an, sie soll dem Unternehmen zufolge aber die Energy-Star-Kriterien erfüllen. Zusätzlich erreicht die Diode einen Lichtstrom von 60 Lumen pro Watt, ist also recht energieeffizient. Mit weiteren Verbesserungen streben Osram und BASF auch 100 Lumen pro Watt an. Wann die OLED marktreif sein soll, erklärten die beiden Unternehmen noch nicht. Sie weisen aber darauf hin, dass das Hauptproblem – wie bei allen OLEDs – noch die Lebensdauer ist.
Organische Leuchtdioden sind in der Theorie in der Herstellung billiger als ihre Pendants aus der herkömmlichen Halbleiterfertigung und werden daher auch als Kandidat für neue Formen der Raumbeleuchtung gehandelt. Bisher kommen OLEDs vor allem in kleinen Displays etwa bei Handys zum Einsatz. Mit günstigen OLEDs, die sich auf glatten Oberflächen wie etwa Fenstern oder Wandverkleidungen anbringen lassen, sollen sie aber auch bisherige Punkt- und Fluterstrahler als Raumbeleuchtung ablösen.