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Ethernet per Fernsehkabel im ganzen Haus

Adapter speist Ethernet-Signale in Koax-Kabel ein. Über ein Adapterpaar von Allnet lassen sich Ethernet-Signale über Fernsehkabel übertragen. Damit lässt sich eine bestehende Verkabelung eines Mietshauses für das Teilen eines Internetanschlusses verwenden. Das Gerät soll eine Bruttoübertragungsrate von 200 Megabit pro Sekunde erreichen.
/ Nico Ernst
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Für 99 Euro empfohlenen Verkaufspreis bietet Allnet seinen "CoaxNet" genannten Adapter an, der bereits im Fachhandel verfügbar sein soll. Das Gerät hört auch auf die Modellnummer "ALL168207". Gegenüber früheren Modellen mit ähnlichem Ansatz will der Hersteller die Übertragungsrate auf 200 MBit/s brutto gesteigert haben. Das Gerät basiert auf dem Intellon-Chipsatz 6400 und arbeitet mit einer Powerline-Adaptern vergleichbaren Technik. Bei solchen Übertragungen durch bereits anderweitig genutzte Kupferkabel kann man als Faustregel von einer maximalen Nettodatenrate von der Hälfte der angegebenen Bruttokapazität ausgehen, was im Falle des CoaxNet noch Fast-Ethernet entsprechen würde.

Allnet betont auch, dass die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten von der Qualität der Fernsehverkabelung abhängen. Maximal über 800 Meter soll die Übertragung unter optimalen Bedingungen klappen. Je weiter die Entfernung zwischen der Einspeisung des Ethernet-Signals zum Empfänger ist, umso geringer wird die Geschwindigkeit.

Der CoaxNet ist dabei nicht nur für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung gedacht, obwohl mindestens zwei der Geräte gebraucht werden. Wenn beispielsweise ein Router die Ethernet-Signale ins TV-Kabel schickt, können mehrere andere CoaxNet-Adapter im selben Kabelnetz sie empfangen und auch wieder an den Router Daten senden. Hinter dem empfangenden Adapter darf auch wieder ein Switch hängen. Das Fernsehkabel arbeitet dabei wie ein sternförmiges Backbone.

Laut Allnet sollen auch HDTV-Signale, wie sie beispielsweise über eine Satellitenverteilanlage übertragen werden können, durch die Ethernet-Einspeisung nicht gestört werden. Die Datenverbindungen werden mit einem 128 Bit langen AES-Schlüssel kodiert. Das Gerät soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein.


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