Facebook gewinnt 873-Millionen-Dollar-Klage gegen Spammer
Den Betreibern von Facebook ist ein Schlag gegen Spammer gelungen. Der kanadische Unternehmer Adam Guerbuez, der mit unverlangten Werbemails für den Kauf von Medikamenten und Sexprodukten warb, muss 873 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Guerbuez soll sich zuvor Passwörter von Facebook-Nutzern erschlichen haben.
Richter Jeremy Fogel vom Bezirksgericht in San Jose hat sein Urteil am 21. November 2008 gefällt, gab das Unternehmen bekannt. Die Strafe ist laut den Facebook-Anwälten die schwerste, die jemals nach dem im Jahr 2003 eingeführten CAN-SPAM-Act (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act) erlassen wurde. Anzeige hatte Facebook im August 2008 erstattet.
Guerbuez ist nicht vor Gericht erschienen und wurde auch nicht durch einen Anwalt vertreten. Max Kelly, Facebooks Sicherheitschef, geht nicht davon aus, dass der Versender schmieriger Werbebotschaften auch nur einen Bruchteil der verhängten Strafe begleichen kann. "Wir werden uns aber alles holen, was wir kriegen können" , sagte er. Um zu demonstrieren, dass es sich nicht um einen PR-Gag handelt, seien Anwälte in Kanada beauftragt worden, das Geld einzutreiben. "Wir sind sicher, dass diese Rekordstrafe eine wirksame Abschreckung für alle darstellt, die Facebook-Nutzer belästigen" , sagte Kelly.