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Chinesischer Blogger darf nicht nach Deutschland

Behörden verweigern bekanntem Blogger und Bürgerjournalisten die Ausreise. Der Blogger Zola darf nicht aus China ausreisen. Er stelle ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, begründen die chinesischen Behörden ihre Maßnahme. Zola war auf dem Weg nach Deutschland, wurde aber an der Grenze zu Hongkong abgewiesen.
/ Werner Pluta
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Die chinesischen Behören haben dem Blogger Zhou Shuguang die Ausreise aus dem Land verweigert, berichtet Rebecca MacKinnon in ihrem Blog RConversation(öffnet im neuen Fenster) . Die ehemalige CNN-Asien-Korrespondentin lehrt heute Journalistik an der Universität in Hongkong.

Zhou sei auf dem Weg nach Deutschland gewesen, wo er in der Jury des Deutsche Welle International Weblog Awards(öffnet im neuen Fenster) sitzen sollte. An der Grenze zur Sonderverwaltungszone Hongkong endete die Reise jedoch, schreibt MacKinnon unter Berufung auf Zhous Twitter-Feed(öffnet im neuen Fenster) . Über diesen Dienst berichtete der Blogger, der unter dem Namen Zola firmiert, dass er an der Ausreise gehindert wurde. Als Grund hätten die Beamten angegeben, er stelle "ein potenzielles Risiko für die Staatssicherheit" dar.

Zola war bereits mit den Behörden in Konflikt geraten, als er 2007 als Bürgerjournalist von Unruhen in der nordchinesischen Stadt Shenyang berichtet hatte. Die Polizei nahm ihn fest und schickte ihn ins heimische Changsha zurück. Im Juni 2008 wollte er von den Olympischen Spielen aus Peking berichten. Vor seiner Abreise warnte ihn die örtliche Polizei, es sei besser für ihn, zu Hause in Changsha zu bleiben. Nach den Spielen fuhr er in die Hauptstadt und recherchierte dort zusammen mit anderen Bloggern über sogenannte schwarze Gefängnisse. Das sind unscheinbare Gebäude, in denen lokale Behörden Petenten illegal festhalten.


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