Test: Fedora 10 bringt Sugar auf den PC

LVM-Verwaltung
Zudem stiegen die Entwickler auf RPM 4.6 um. Diese Version wurde im Rahmen von RPM.org entwickelt und ist das erste größere RPM-Update seit Jahren. Passend wurde Package Kit, das Frontend für die Paketverwaltung Yum, aktualisiert. Das Package-Kit-Update beseitigt endlich eines der größten Probleme des ansonsten einfach zu bedienenden Programms: Als Package Kit mit Fedora 9 zum ersten Mal mitgeliefert wurde, war es schlicht nicht möglich, mehr als eine Anwendung gleichzeitig zu installieren. Viele Pakete auf einmal einzurichten wurde so zur nervenaufreibenden Angelegenheit. Nun lassen sich die zu installierenden Pakete markieren und dann in einem Rutsch einrichten. Das Update ist seit einiger Zeit für Fedora 9 erhältlich. Auch in Fedora 9 vorhanden war die nützliche Integration mit PolicyKit zur Rechtevergabe, so dass auch ein Nutzer ohne Root-Rechte Updates installieren kann.
Darüber hinaus enthält Fedora 10 den Browser Firefox 3.0.4 und den E-Mail-Client Thunderbird 2.0.0.17. OpenOffice.org ist in der Version 3.0 enthalten, die Bildbearbeitung Gimp in der Version 2.6.2. Fedora nutzt GCC 4.3.2 und die Glibc 2.9. Außerdem sind Perl 5.10.0, Apache 2.2.10 und PostgreSQL 8.3.4 enthalten. Fedora besteht ausschließlich aus freier Software. Proprietäre Treiber oder Codecs sind daher nicht enthalten und müssen manuell eingerichtet werden. Mittlerweile sind die früher getrennten Repositorys Dribble, Freshrpms und Livna als RPM Fusion vereint und halten entsprechende Pakete bereit. Beim Öffnen einer Multimediadatei sucht Package Kit automatisch nach verfügbaren Codecs und erleichtert die Installation somit. Aufgrund der Haltung zu freier Software wurden auch alle Pakete, die unter der Artistic License 1.0 stehen, entfernt, denn diese Lizenz wird von der Free Software Foundation nicht als frei angesehen. Die proprietären Firmware-Images, die einige Treiber brauchen, sind nun in einem Paket gebündelt, so dass Nutzer einfach darauf verzichten können, wenn sie auch diese Binärkomponenten ablehnen.

OpenOffice.org
Aber auch Programmierer und Systemadministratoren finden in Fedora 10 einige Neuerungen. Hinter dem Namen First Aid Kit verbirgt sich ein neues Rettungssystem, das auch über eine grafische Oberfläche verfügt und das Aufgaben weitgehend automatisch erledigt. Über Plug-ins lässt es sich erweitern. Administratoren können so einfach mehrere Aufgaben hintereinander ablaufen lassen - die einzelnen Plug-ins kümmern sich dann etwa um Grub, die Init-Skripte oder den X-Server. First Aid Kit hilft also, ohne dass der Administrator wie beim alten System selbst manuell reparieren muss. Wichtig dabei: Das System ist so gestaltet, dass sich Änderungen rückgängig machen lassen. Das verringert die Gefahr, dass bei der automatischen Fehlerbehebung nur noch mehr kaputtgeht.
Ergänzend zur Virtualisierungslösung KVM sind neue Appliance-Tools enthalten, die im Rahmen von Thincrust.net entwickelt wurden. Damit lassen sich einfach Appliances, also vorkonfigurierte System-Images, erstellen, die anschließend mit der Virtualisierungslösung KVM ausgeführt werden können.
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@RHCA: Danke! :-)
meintest Du vielleicht Feodora? Eine edele Schokalade, die in Vor-Ost-Zeiten mal aus...
So wie du das schreibst könnte man meinen Windows wird mit irgend welchen Treibern...
warum ich statt einer halb eingedeutschten Version lieber eine voll englische installiere.