Test: Samsung M8800 Pixon mit 8-Megapixel-Kamera

Samsung 8800 Pixon
Seit langer Zeit hat Samsung auch das Telefonbuch im Handy überarbeitet: Nun zeigt es dem Nutzer zu jedem Kontakt neben dem Telefonsymbol auch ein Briefsymbol an. Klickt der Nutzer auf das Telefonsymbol, wird ein Anruf gestartet. Drückt er auf das Briefsymbol, landet er direkt beim SMS-Schreiben. Das ist ein große Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Menüführung, denn gerade bei Samsung war das Einfügen einer Handynummer in eine SMS mit mehreren Klicks verbunden und sehr umständlich.
Proprietäres Betriebssystem und Widgets
Als Betriebssystem setzt Samsung beim 8800 auf eine proprietäre Eigenentwicklung. Der Startbildschirm zeigt am unteren Rand nur vier Icons, um das Tastenfeld zu aktivieren, das Telefonbuch aufzurufen, in die Nachrichtenzentrale zu gelangen und die Menüübersicht zu starten. Das Gerät kann mit Widgets umgehen und Samsung hat 19 davor vorinstalliert. Weitere kann sich der Nutzer unter samsungmobile.com herunterladen. Die Widgets verstecken sich hinter einer Reiterleiste, die mit einem Pfeil gekennzeichnet ist. Will der Anwender eine Widget-Funktion aufrufen, muss er erst das entsprechende Widget auf den Hauptbildschirm ziehen, bevor die Anwendung startet. Theoretisch lassen sich beliebig viele Widgets auf die Oberfläche ziehen, dies sieht jedoch sehr schnell unübersichtlich aus. Eine optisch schönere Lösung hat Sony Ericsson mit seine Panels vorgestellt, die ebenfalls direkten Zugriff auf häufige Funktionen bieten.

Samsung 8800 Pixon
Die Sprachqualität des Samsung-Handys ist Mittelklasse. So klingt der Gesprächspartner dumpfer als gewohnt, die Freisprechfunktion überträgt die Konversation hallend und ist daher nur im Notfall geeignet. Das UMTS-Mobiltelefon unterstützt zudem die vier GSM-Netze 850, 900, 1.800 sowie 1.900 MHz und für den Datenfunk steht neben GPRS und EDGE auch HSDPA mit einer Datenrate von bis zu 7,2 MBit/s im Downlink zur Verfügung. Als weitere Drahtlostechnik ist Bluetooth 2.0 vorhanden. Dabei wird auch das A2DP-Profil unterstützt, um Stereomusik drahtlos zu übertragen. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss handelsüblicher Kopfhörer hat Samsung aber leider nicht eingebaut. So ist der Nutzer auf das mitgelieferte Zubehör angewiesen. So ein Anschluss ist nicht zeitgemäß.
Das Samsung-Mobiltelefon kommt auf ein Gewicht von 121 Gramm. Im GSM-Betrieb soll der Akku bis zu 4,5 Stunden durchhalten, während der Akku im UMTS-Betrieb bereits nach 4 Stunden leer ist. Die Bereitschaftsdauer des Akkus beträgt im UMTS-Modus maximal 15 Tage und im GSM-Netz bis zu 16,5 Tage. Der Test ergab, dass bei Dauereinsatz der Kamera der Akku schwächelt. Wer den ganzen Tag Fotos macht, muss das Gerät am Ende des Tages bereits wieder an die Steckdose hängen. Wer seine Fotos mit Geotags versieht, schafft keinen ganzen Tag mit einer Akkuladung. Diese Leistung enttäuscht.
Samsung will das M8800 Pixon Ende November 2008 bei O2 für 499 Euro ohne Vertrag auf den deutschen Markt bringen. E-Plus wird das Gerät Anfang 2009 anbieten. Vodafone und T-Mobile haben das Pixon derzeit noch nicht in ihr Programm aufgenommen. Eine Micro-SD-Karte mit 1 Gigabyte ist im Lieferumfang enthalten.
Fazit:
Die Auswahl an 8-Megapxiel-Kamerahandys wächst stetig, doch das Pixon muss sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken. Das M8800 bietet viele gute Kamerafunktionen und macht Fotos, die in puncto Kontrast und Farbe durchaus die Realität wiedergeben. Zudem lässt sich die Kamera gut bedienen, die Foto-Memo-Funktion, die Notizen auf einem Foto erlaubt, und der Fotobrowser sind eine echte Bereicherung des Kamerahandys. Schade, dass Samsung bei den GPS-Funktionen und dem Akku gespart hat: Eine GPS-Navigation ist nicht einmal rudimentär vorhanden, der Akku ist nach einem Tag intensiven Fotografierens am Ende.
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