Wissenschaftler entwickeln flexible Schaltkreise
Stabilisiert werden die elektronischen Bauteile auf der gekrümmten Oberfläche durch kleine Metalldrähte, sogenannte Pop-up-Brücken. In dem Kamerachip waren diese Brücken noch gerade. Huang und Rogers haben die Brücken nun s-förmig gestaltet. Das ermöglicht es, die Brücken um bis zu 140 Prozent zu dehnen.
Die neue Technik erlaube es, flexible Sensoren, Sender oder Photovoltaikzellen für Anwendungen in der Medizin oder für Sportler zu entwickeln, so die Wissenschaftler. "Für viele Anwendungen auf dem menschlichen Körper, etwa für einen Sensor, der darauf angebracht wird, müssen elektronische Bauteile sich nicht nur dehnen oder biegen, sondern auch verdrehen lassen" , sagte Huang. "Also haben wir unsere Pop-up-Technik entsprechend angepasst. Jetzt kann sie beliebig verformt werden."
Huang und Rogers forschen schon lange an flexiblen elektronischen Elementen. Im Jahr 2005 stellten sie ein Einkristall-Silizium vor, das sich auf Grund seiner Wellenform dehnen ließ.