Wissenschaftler sollen Spiele- und Filmautoren helfen
US-Projekt will Dialog zwischen Unterhaltungsindustrie und Wissenschaft fördern
Die Akademie der Wissenschaften, die National Academy of Sciences (NAS), und Medienunternehmen in den USA haben ein Projekt gegründet, das den Austausch zwischen Wissenschaftlern und der Unterhaltungsindustrie fördern soll. Ziel ist es, dem Publikum über die Unterhaltungsmedien Wissenschaft nahezubringen.
Ob Iron Man oder The Day After Tomorrow, CSI oder Emergency Room - Wissenschaft spielt in vielen Kino- und Fernsehproduktionen eine Rolle. Nicht immer glückt die Darstellung. Mancher Drehbuchautor ist mit der Darstellung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte überfordert, Forscher hingegen finden ihr Fach nicht angemessen dargestellt.
Um die Kommunikation zwischen Science und Ficton zu verbessern, hat die Akademie der Wissenschaften der USA, die National Academy of Sciences (NAS), die Initiative "The Science and Entertainment Exchange" gegründet. Das Projekt, das sich selbst salopp The Exchange nennt, will Autoren von Computerspielen, Kino- oder Fernsehfilmen, Regisseure und Produzenten mit Wissenschaftlern zusammenbringen.
Ziel der Akademie ist, dem Publikum über die Unterhaltungsmedien Wissenschaft nahezubringen. "Film und Fernsehen können die Öffentlichkeit in die neuesten Entwicklungen der Naturwissenschaften, der Medizin und der Technik einbeziehen", sagte NAS-Präsident Ralph J. Cicerone. "Wir hoffen, indem wir eine enge Verbindung zwischen der Unterhaltungsbranche und der Wissenschaftsgemeinde knüpfen, sowohl Hollywood als auch den Zuschauern einen wichtigen Dienst zu leisten."
Exchange will die Kreativen der Unterhaltungsindustrie in allen Belangen, die mit Wissenschaft zu tun haben, unterstützen. "Wir können dabei helfen, Ideen auszuarbeiten, die auf genauen Angaben zu Insekten, außerirdischem Leben, ungewöhnlichen Lebensformen auf der Erde oder den Geheimnissen der Tiefsee beruhen. Wir können Entwürfe zu neu entstehenden wissenschaftlichen Konzepten auf Gebieten wie der Raumfahrt, den multiplen Dimensionen, der Nano- und Computertechnologie oder in den Ingenieurwissenschaften ausarbeiten. Wir vermitteln Experten für Umweltfragen, für Medizin und das US-Bildungssystem", verspricht die Initiative Kreativbranche auf ihrer Website.
Die Expertendatenbank der NAS anzapfen zu können, sei für Hollywood ein wichtiges Hilfsmittel, sagte Jennifer Ouellette, Exchange-Leiterin und Autorin mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, darunter eines über die wissenschaftlichen Hintergründe der Fernsehserie "Buffy - Im Bann der Dämonen".
In beiden Welten findet das Projekt breite und prominente Unterstützung, etwa durch Organisationen wie die Directors Guild of America, die Writers Guild of America oder Producers Guild of America. Dem Beirat gehören neben NAS-Präsident Cicerone unter anderem das Ehepaar Janet und Jerry Zucker an, das Filme wie "Der erste Ritter" und "Rat Race - Der nackte Wahnsinn" gemacht hat. Auch Schauspieler Dustin Hofman sowie Lawrence Kasdan, Regisseur und Autor der Drehbücher des ersten Indiana-Jones-Films sowie der Star-Wars-Folgen "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", HBO-Chef Len Amato, der Physiker Steve Chu, Chef des Lawrence Berkeley National Laboratory und Physiknobelpreisträger 1997, der Harvard-Psychologe Steven Pinker, der Biochemiker Craig Venter, der das menschliche Genom sequenziert hat, und Adam Bly, Gründer und Verleger des innovativen Wissenschaftsmagazins Seed, sind mit dabei.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed









8. Raumschiffe machen im Universum keinen Lärm!
Barbie und Ken sind aber schon ne Weile nicht mehr zusammen *g* http://www.foxnews.com...
verfilmt die werke von arthur c. clarke, isaac asimov, stephan baxter, alastair reynolds...
Das habe ich mir aber auch gedacht....