Bürgerpost De-Mail startet in Friedrichshafen
Mit De-Mail sollen in Deutschland ab 2010 rechtsverbindliche E-Mail, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Das Pilotprojekt für ausgewählte Bürger, Unternehmen und Behörden wurde am 20. November 2008 auf dem Nationalen IT-Gipfel vereinbart und soll in Friedrichshafen starten. "Die Technologien für eine rechtssichere Kommunikation sind heute prinzipiell vorhanden, allerdings konnte sich noch kein Verfahren auf breiter Ebene durchsetzen" , sagte Reinhard Clemens, Chef von T-Systems. "De-Mail könnte den Durchbruch bringen."
Ziel des Pilotprojekts ist es, ein lebensechtes Szenario mit möglichst vielen Anwendungsbereichen der De-Mail zu entwickeln. Dazu gehören rechtsverbindliche Abschlüsse von Versicherungspolicen und die komplette Durchführung von Verwaltungsangelegenheiten im Netz.
T-Systems bietet in der Pilotphase De-Mail-Dienste für Geschäftskunden an und unterstützt sie bei der Integration des Dienstes in ihre Geschäftsprozesse. Außerdem stellt T-Systems Dienste für gesicherte Anmeldung und Authentifizierung bereit. Privatkunden wird die Telekom die De-Mail-Dienste über T-Home präsentieren.
Das Innenministerium hofft, mit De-Mail auch den elektronischen Personalausweis als Identifikationsmittel für Webanwendungen etablieren zu können. T-Systems testet dafür derzeit gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Anmeldedienste für das Serviceportal des Landes Baden-Württemberg per Chipkarte.
Auch die United Internet AG mit ihren Marken GMX, Web.de und 1&1 hat ihre Teilnahme am ersten Praxistest für das De-Mail-Projekt offiziell erklärt. Bei erfolgreichem Abschluss will die Firma auch Anbieter eines Bürgerportaldienstes werden.



