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Bürgerpost De-Mail startet in Friedrichshafen

Deutsche Telekom und Bundesinnenministerium vereinbaren Testlauf. Das Innenministerium und die Deutsche Telekom testen ab Mitte 2009 mit United Internet, Banken und Versicherungen die neue rechtsverbindliche De-Mail. Die Projektpartner haben ein Pilotprojekt in Friedrichshafen vereinbart.
/ Achim Sawall
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Mit De-Mail sollen in Deutschland ab 2010 rechtsverbindliche E-Mail, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Das Pilotprojekt für ausgewählte Bürger, Unternehmen und Behörden wurde am 20. November 2008 auf dem Nationalen IT-Gipfel vereinbart und soll in Friedrichshafen starten. "Die Technologien für eine rechtssichere Kommunikation sind heute prinzipiell vorhanden, allerdings konnte sich noch kein Verfahren auf breiter Ebene durchsetzen", sagte Reinhard Clemens, Chef von T-Systems. "De-Mail könnte den Durchbruch bringen."

Ziel des Pilotprojekts ist es, ein lebensechtes Szenario mit möglichst vielen Anwendungsbereichen der De-Mail zu entwickeln. Dazu gehören rechtsverbindliche Abschlüsse von Versicherungspolicen und die komplette Durchführung von Verwaltungsangelegenheiten im Netz.

T-Systems bietet in der Pilotphase De-Mail-Dienste für Geschäftskunden an und unterstützt sie bei der Integration des Dienstes in ihre Geschäftsprozesse. Außerdem stellt T-Systems Dienste für gesicherte Anmeldung und Authentifizierung bereit. Privatkunden wird die Telekom die De-Mail-Dienste über T-Home präsentieren.

Das Innenministerium hofft, mit De-Mail auch den elektronischen Personalausweis als Identifikationsmittel für Webanwendungen etablieren zu können. T-Systems testet dafür derzeit gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Anmeldedienste für das Serviceportal des Landes Baden-Württemberg per Chipkarte.

Auch die United Internet AG mit ihren Marken GMX, Web.de und 1&1 hat ihre Teilnahme am ersten Praxistest für das De-Mail-Projekt offiziell erklärt. Bei erfolgreichem Abschluss will die Firma auch Anbieter eines Bürgerportaldienstes werden.


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