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Spieletest: Mirror's Edge - der Anti-Ego-Shooter

Mirror's Edge
Mirror's Edge
Spielszenen in Mirror's Edge laufen ungefähr so ab: Faith steht auf einem weißen Hochhausdach unter Beschuss durch einen Regierungshubschrauber hinter sich. Links blockiert die Dachkante, rechts ein Sicherheitszaun - aber vorne leuchten dunkelrot ein paar Bretter. Also flitzt Faith auf die Planken und springt geradeaus, landet auf einem Lüftungsschacht, läuft weiter und rutscht unter ein paar Absperrungen durch bis zu einem dunkelrot leuchtenden Seil, an dem sie sich über mehrere Häuserschluchten hinweg in Sicherheit tragen lässt.

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Mirror's Edge
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Das rote Leuchten ist die sogenannte "Runner Vision", die den Gegenstand in der Nähe einfärbt, der im Level weiterführt: ein paar Bretter, eine Regenrinne oder eine Leiter. Trotzdem ist der Weg nicht immer offensichtlich - Mirror's Edge legt zwar Wert auf Tempo, aber es gibt immer wieder Abschnitte, in denen Faith sich wie einst Lara Croft in Tomb Raider auf die Suche nach dem Weg machen muss. Wer mag, schaltet die Runner Vision aus - dann zieht der ohnehin gesalzene Schwierigkeitsgrad nochmals spürbar an. Erschwerend kommt hinzu, dass das Spiel den Fortschritt nur an Kontrollpunkten speichert, und die oft zu weit auseinander liegen.

Mirror's Edge
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Neben den rot eingefärbten Hinweisen gibt es weitere, teils subtil verwendete Mittel, mit denen die Entwickler den Spieler durch die Levels lotsen: So sind orangefarbene Wände oft ein Zeichen dafür, dass Faith auf dem richtigen Weg ist. Blau hingegen steht meist für Gefahr - und für die Polizei. Ganz eindeutig ist das allerdings nicht immer, was aber Prinzip ist und die Spannung erhöht, weil der Spieler bewusst Risiken eingehen muss. Er springt zwar oft ins Nirwana - sprich: in die Tiefe, kommt aber in den eigentlich sehr linearen Levels doch immer irgendwie voran.

Mirror's Edge
Mirror's Edge
Wer mag, kann Kämpfen ganz aus dem Weg gehen. Flucht ist die pazifistische und meist einfachste Lösung. Nur selten stehen feindliche Cops so, dass Faith sie besser ausschaltet. Weil sie grundsätzlich unbewaffnet antritt, muss sie Gegner entweder mit Fußtritten und Schlägen vermöbeln, oder sie reißt einem Opponenten die Pistole oder die MP aus der Hand. Dazu muss sie aber den Sekundenbruchteil abwarten, in dem die Schießprügel in der Gegnerhand rot leuchten - schwierig, wenn Faith nicht ihre einzige Spezialfähigkeit einsetzt: Sie kann auf Knopfdruck für ein paar Sekunden die Zeit verlangsamen. Mit dem Trick ist das Entwaffnen dann kein großes Problem mehr, und auch bei einigen Sprüngen ist die Zeitlupe hilfreich.

Das Programm verfügt über keinen echten Multiplayermodus. Allerdings lassen sich über das Internet die Bestzeiten sogenannter Time-Trial-Wettrennen austauschen - wahlweise sogar mitsamt einem einblendbaren Ghost.

Mirror's Edge ist für Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich und kostet rund 60 Euro. Eine PC-Fassung soll für Januar 2009 erscheinen. Die USK hat das Programm ab 16 Jahren freigegeben.

Fazit:
Mirror's Edge ist das wohl ungewöhnlichste und mutigste große Actionspiel des Jahres. Allein schon mit der durchgestylten, stimmigen und erfrischend anderen Grafik erweitern die Entwickler Dice das, was möglich ist im Computerspiel. Sie haben dafür ein dickes Lob verdient. Aber Mirror's Edge ist nicht nur das Eldorado für Design- und Architekturstudenten, sondern auch ein richtig gutes, packendes Spiel. Wer sich an die Steuerung gewöhnt hat, kann sich mit Faith fast schon in einen Geschwindigkeits- und Freiheitsrausch spielen: Es macht Spaß, über Abgründe zu springen, blitzgeschwind Hindernisse zu überwinden und sich virtuell richtig austoben zu können.

Allerdings enthält die Kampagne auch einiges Frustpotenzial. Nicht immer ist klar, wo Faith als Nächstes hin muss, und so manch gewagter Sprung endet mit gebrochenen Knochen und der Notwendigkeit, einen alten Spielstand zu laden.

 Spieletest: Mirror's Edge - der Anti-Ego-Shooter
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eisenschwein 26. Nov 2008

ja und selber keine ahnung von der xbox.erstmal ist sie nach dem update echt ruhig...

Daraku 24. Nov 2008

sehr gute Idee aber die Umsetzung ist was umständlich da die Sprecher ja nicht wissen was...

Tareen 24. Nov 2008

Wobei die freien Rennen gar nicht mal soooo schlecht sind... was mich eher stört das man...

Tard 22. Nov 2008

Was für ein Eigentor.

jumpnrunner 22. Nov 2008

das spiel ist ein jumpnrun in egoperspektive auch wenn der tester das nicht erkannt hat...


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