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iPhone wird benutzbar - mit neuer Firmware 2.2

Weniger Abstürze bei Safari, abschaltbare Autokorrektur, bessere Navigation. Problemloser telefonieren, weniger Safari-Abstürze, bessere Mail, abschaltbare Autokorrektur, überarbeitete Navigation und über das Handynetz herunterladbare iTunes-Podcasts - Apples iPhone-Firmware 2.2 bringt einiges, was längst überfällig war.
/ Christian Klaß
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Nach dem Download und der Installation des 246,4 MByte großen Updates auf die Softwareversion 2.2 soll das iPhone beim Telefonieren weniger Probleme machen. Telefonate werden Apple zufolge nun zuverlässiger aufgebaut und brechen weniger leicht unerwünscht ab. Zudem wurde die Tonqualität des visuellen Anrufbeantworters (Visual Voicemail) verbessert.

Safari läuft nach dem Update tatsächlich stabiler: Im kurzen Test ließ sich eine Webseite problemlos öffnen, die den iPhone-Browser während des Ladens bisher jedes Mal zum Absturz brachte. Apple verspricht, dass Safari auf dem iPhone nun generell stabiler und zudem schneller laufen soll. Bei der Vorgängerversion machten sich sang- und klanglose Abstürze des Browsers und mangelnde Stabilität beim häufigen Einsatz negativ bemerkbar.

Besser geworden ist auch der Mailclient des Apple-Mobiltelefons. Der Hersteller verspricht, dass es nach dem Update weniger Probleme beim Mailabruf geben wird. Weiterhin werden breite HTML-Mails nun besser dargestellt. Vor allem bei Mail wichtig: Die oft unpassende Wörter und fantasievolle Zusammenreihungen von Buchstaben liefernde Autokorrektur zur schnelleren Texteingabe lässt sich ab der Firmware 2.2 über die Systemeinstellungen abschalten. Nutzer hatten dies bereits im Rahmen einer Petition gefordert.

Beim Navigieren durch die Home-Bildschirme der Benutzeroberfläche führt ein Druck auf die Home-Taste unter dem Display nun zum Sprung auf die erste Home-Seite mit den von Hause aus installierten Anwendungen. Beim Navigieren durch Stadt und Land sollen verbesserte Karten, Fotos von Straßen und Häusern (Google Street View), bisher vermisste Infos zu nahegelegenen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs und Fußwegbeschreibungen helfen. Bisher war die Navigation auf Autos ausgerichtet, obwohl die Navigationsfunktion des iPhone eher zu Fuß eingesetzt werden dürfte.

Nun kann bei der Route zwischen Auto, öffentlichem Nahverkehr und Fußgänger gewechselt werden. Das Icon für den öffentlichen Nahverkehr scheint aber noch nicht aktiv zu sein, wie eine Stichprobe mit mehreren Adressen ergab. In Berlin werden U- und S-Bahn-Stationen angezeigt, doch typisch für Google Maps fehlen Busstrecken noch. Es gibt nun auch eine Adressanzeige für Orte, die auf der Karte mittels virtueller Stecknadeln gespeichert sind. Sehr praktisch: Der aktuelle Standort lässt sich nun per E-Mail versenden.

Im Bereich Unterhaltung hat sich ebenfalls etwas getan: Podcasts lassen sich nun auch direkt mit dem iPhone abonnieren - sowohl im WLAN als auch über das Handynetz. Bisher konnte vom iPhone aus nur auf das kostenpflichtige Musikangebot von iTunes zugegriffen werden, Podcasts mussten am PC oder Mac über iTunes bestellt und mittels Synchronisierung übertragen werden. Die Podcasts lassen sich zwar auf dem iPhone nicht abonnieren, dafür aber Videos bequem durchforsten. Der Nutzer kann sie auf die Downloadliste packen, sie werden dann nacheinander heruntergeladen.

Die neue iPhone-Software 2.2 für iPhone und iPhone 3G wird wie gehabt über iTunes eingespielt.


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