Meeresbojen für die ökologische Stromversorgung

Das Auf und Ab der Wellen pumpt Wasser an Land

Der Brite Alvin Smith hat mit der Firma Dartmouth Wave Energy eine Boje entwickelt, die in den Wellen schaukelt und dabei Energie produzieren kann. Die fest am Meeresboden verankerte Konstruktion Searaser besteht aus zwei Teilen, die wie eine Pumpe arbeiten. Damit wird Meereswasser an Land in Reservoirs gepumpt. Der Höhenunterschied kann genutzt werden, um Turbinen anzutreiben.

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Der untere Teil des Searasers ist unbeweglich, darüber sitzt ein Hydraulikgestänge und darüber der Schwimmer, der durch die Wellenbewegung auf und ab bewegt wird. Damit und mit Hilfe von Ventilen wird die Pumpbewegung vollführt, die Wasser ansaugt und an Land bewegt.

Der Prototyp konnte durch ein ungefähr Handteller dickes Rohr Wasser in 50 Meter Höhe pumpen. Der Erfinder erwartet, dass die späteren Modelle, die wesentlich größer ausfallen sollen, Rohre mit einem Durchmesser von einem halben Meter nutzen und das Wasser in eine Höhe von ungefähr 160 Meter an Land wuchten können.

Der Wasserspeicher an Land hat mehrere Vorteile. Er ist dort deutlich preiswerter zu realisieren als in einer seefesten Ausführung und der meiste Strom wird sowieso an Land benötigt. Je nach eingesetzter Turbinentechnik soll mit einer Boje ungefähr der Strombedarf von 400 Einwohnern in Großbritannien gedeckt werden können. Die Insellage des Vereinten Königreichs prädestiniert das Land für eine Nutzung der Meere zur Energiegewinnung. Anders als bei Gezeitenkraftwerken funktionieren die Bojen nicht durch Ebbe und Flut, sondern durch den Wellengang.

Wie die meisten erneuerbaren Energien ist jedoch durchaus eine kontinuierliche Stromgewinnung möglich. Wenn genügend Wasserreservoire angelegt werden, können auch wellenarme Zeiten ausgeglichen werden. Der Landverbrauch der Searaser-Wasserspeicher in Küstennähe könnte sich bei einem massiven Einsatz der Technik jedoch als Hemmschuh erweisen. Auch die Seefahrt wird von unpassierbaren Bojenparks nicht begeistert sein.

Smith hat seine Idee zum Patent angemeldet.

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