Nokia büßt durch Bochumer Werksschließung Marktanteile ein
Die Schließung des Bochumer Werkes hat für Nokia offenbar einen lang anhaltenden Imageschaden zur Folge. Von Januar bis Juli 2008 erreichte der finnische Weltmarktführer in Deutschland nur einen Marktanteil von 36 Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hielt der Konzern noch 44 Prozent.
Diese Entwicklung ist untypisch: Auf dem gesamten westeuropäischen Markt verlor Nokia nur rund zwei Prozent, so das Magazin Capital unter Berufung auf eine Studie der Marktforschungsgesellschaft für Konsumforschung (GfK). Weltweit hat Nokia laut Berechnungen von Gartner im dritten Quartal 2008 einen Marktanteil von 38 Prozent und lag damit in Führung.
Eine Sprecherin von Nokia Deutschland sagte Golem.de: "Wir kommentieren keine lokalen Marktanteile. Im Frühjahr 2008 hatten wir aber tatsächlich einen kleinen Einbruch direkt nach der Bekanntgabe zu Bochum." Im Januar 2008 hatte Nokia angekündigt, das Werk in Bochum zu schließen. Nokia beschäftigte dort rund 2.300 Festangestellte und etwa 800 Leiharbeiter. Das Kundenvertrauen sei aber bald danach wieder zurückgewonnen worden, so die Sprecherin weiter.
Das Marktforschungsunternehmen Psychonomics berichtet, dass vor dem Bochum-Desaster nur acht Prozent der Deutschen Nokia negativ beurteilten, Ende Oktober 2008 waren es 35 Prozent, direkt nach Bekanntgabe der Schließungspläne Anfang 2008 65 Prozent.
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