Studie: Tauschbörsenmusik ist 69 Milliarden US-Dollar wert

MultiMedia Intelligence erwartet anhaltendes Wachstum des Datenverkehrs

Der Wert der weltweit unerlaubt in Tauschbörsen verbreiteten Musik soll bei 69 Milliarden US-Dollar liegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens MultiMedia Intelligence.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Zahlen über den Schaden, den die unerlaubte Verbreitung von Musik in Peer-to-Peer-Tauschbörsen anrichtet, gibt es immer wieder. Die Forscher von MultiMedia Intelligence setzen noch eins drauf. In ihrer Studie P2P: Content's Bad Boy; Tomorrow's Distribution Channel präsentieren sie die Zahl von 69 Milliarden US-Dollar, beim aktuellen Dollarkurs etwa 54,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz mit neuen Tonträgern und Downloads lag im vergangenen Jahr hierzulande laut Bundesverband Musikindustrie bei etwa 1,6 Milliarden Euro.

Auf 69 Milliarden US-Dollar kommen die MultiMedia-Intelligence-Experten, indem sie die Anzahl der nach ihren Untersuchungen illegal über Tauschbörsen verbreiteten Musikstücke mit einem "fairen Marktpreis pro Titel" multiplizieren. Rick Sizemore von MultiMedia Intelligence kommentiert die Zahl gegenüber MarketWatch so: "69 Milliarden ist eine erstaunliche Zahl, wenn man sich das durch den Kopf gehen lässt. Aber das belegt nachdrücklich, wie groß der Einfluss der Piraterie auf die Musikindustrie ist. Man muss darauf hinweisen, dass Piraterie nicht länger nur die Musik betrifft. Die Inhaber der Rechte an Fernsehserien und Filmen spüren den Einfluss ebenfalls."

Anders als die Mitglieder des Verbands der französischen Tonträgerhersteller hält Sizemore jedoch ein Verbot der P2P-Technologie nicht für den richtigen Weg: "Je mehr Inhalte durch die digitalen Leitungsrohre fließen, desto mehr wächst der Bedarf an effizienter Distribution. Da wäre es verhängnisvoll, P2P nur als Werkzeug von Piraten zu verstehen."

MultiMedia Intelligence erwartet, dass der Datenverkehr in P2P-Netzen auch weiter stark zunimmt. Die Anzahl der illegal verbreiteten Filme soll sich von 2007 bis 2012 vervierfachen, der gesamte Datenverkehr in dieser Zeit von 1,6 Petabytes pro Monat auf fast 8 Petabytes im Monat zulegen. [von Robert A. Gehring]

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