Microsoft klagt gegen WebXchange-Patente
Der Computerhersteller Dell und der Transportdienstleister Federal Express (FedEx) gehören zu den vielen Unternehmen, in denen Software mit Hilfe von Microsofts Visual Studio entwickelt wird. Das wurde ihnen zum Verhängnis, genau wie dem US-Versicherer Allstate. Der Spezialist für Onlinedatenaustausch WebXchange(öffnet im neuen Fenster) hat die genannten Unternehmen im März 2008 wegen der Verletzung mehrerer Patente verklagt. Die Verletzung der Patente soll durch die Verwendung von Visual Studio zustande gekommen sein. So hat etwa FedEx ein Onlinesystem entwickelt, mit dessen Hilfe Nutzer Druckaufträge an die Copyshop-Kette Kinko’s versenden können, das drei WebXchange-Patente verletzten soll.
Der Visual-Studio-Hersteller Microsoft ist nun seinen Kunden zu Hilfe geeilt, berichtete die Computerworld(öffnet im neuen Fenster) . Microsoft habe bei einem Bezirksgericht in San Francisco Klage eingereicht, um eine ganze Reihe von WebXchange-Patenten für ungültig erklären zu lassen.
Microsoft, selbst nicht von WebXchange verklagt, stellt sich auf den Standpunkt, dass die Patente zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung schon bekannte Technologien beschrieben und deshalb nicht hätten erteilt werden dürfen. Laut Computerworld habe WebXchange Gespräche über eine gütliche Einigung abgelehnt, so dass Microsoft nicht um den Klageweg herumkam. [von Robert A. Gehring]