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Blizzard: Todesritter, Zusammenbrüche und das neue MMOG

Alle Inhalte aus Lich-Erweiterung geknackt. Mehr als 300.000 Spieler haben allein in Deutschland die Erweiterung "Wrath of the Lich King" am ersten Tag gekauft, immer mehr Onlinehelden erreichen weltweit Stufe 80 – das exzessive Spielen tut allerdings nicht allen gut. Und Blizzard erzählt mehr über das kommende neue Onlinerollenspiel.
/ Peter Steinlechner
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Am ersten Verkaufstag hat Blizzard Deutschland eigenen Angaben zufolge rund 315.000 Exemplare der Erweiterung Wrath of the Lich King verkauft. Das sind mehr als doppelt so viele wie vom Vorgänger-Add-on The Burning Crusade, das es im gleichen Zeitraum auf 148.000 Exemplare brachte. Analysten rechnen damit, dass Blizzard weltweit im ersten Monat nach Auslieferung rund 5 Millionen Stück absetzen wird.

Nur zwei Tage nach Verkaufsstart des Add-ons hat es mindestens ein Spieler geschafft, einen Charakter der neues Klasse "Todesritter" auf Stufe 80 zu bringen. Dabei handelt es sich um einen Ork namens Dessembrae(öffnet im neuen Fenster), der auf dem englischen PvP-Server Mazrigos unterwegs ist. Angeblich handelt es sich bei dem Spieler um einen Studenten, der einfach möglichst schnell das Hochleveln hinter sich haben wollte, um wieder in Ruhe lernen zu können.

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Auch sämtliche Raids sowohl in der Schwierigkeitsstufe "Normal" und "Hardcore" sind bereits geknackt. Das hat eine neue Gilde namens Twentyfifthnovember.com(öffnet im neuen Fenster) geschafft – dahinter verbergen sich einige alte Bekannte des E-Sport-Clans SK Gaming, in dem auch einige Deutsche sind. Uneingeschränkte Begeisterung kommt bei den Spielern allerdings nicht auf: "Dies ist beides, ein Moment des Triumphs und ein Grund zur Sorge", schreiben die Spieler auf ihrer Webseite und meinen damit, dass es wohl auch für ihre Erwartungen zu einfach war. "Hat sich Blizzard beim Abstimmen der Gefechte verkalkuliert? Oder ist Blizzard unter dem Druck der großen Masse an Gelegenheitsspielern zusammengebrochen, die mit Endgame-Raiders mithalten wollen?"

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Stichwort "Zusammengebrochen": Genau das ist einem 15-jährigen Schweden passiert, der laut der Zeitung Aftonbladet (öffnet im neuen Fenster) im Rahmen einer Marathon-WoW-Session mit Freunden aus Schlaf- und Nahrungsmangel schlapp gemacht hat. Die Eltern brachten ihn in ein Krankenhaus, inzwischen geht es ihm wieder gut. Sein Vater verlangt, dass die Jungs künftig weniger spielen.

Im Rahmen seiner PR-Offensive zum Start der Lich-Erweiterung hat sich Blizzard neue Details zum bislang geheimen Onlinerollenspiel entlocken lassen, das derzeit in der Entwicklung ist. So hat Paul Sams, einer der Chefs des Unternehmens, gegenüber der US-Webseite Videogaming24.com(öffnet im neuen Fenster) angedeutet, dass das kommende Spiel sich deutlich von World of Warcraft unterscheiden werde – es sei "cool, neu und anders und wirkt in Sachen Aussehen, Anfühlen und Spielmechanik wie die nächste Generation". Derzeit befinde sich der Titel immer noch in der ersten Hälfte des Entwicklungsprozesses, in dem es nur langsam vorangehe und viel ausprobiert würde. Blizzard wolle den Titel erst dann in der Öffentlichkeit vorstellen, wenn klarer feststehe, um was genau es geht, und das Team sicherer sei als derzeit, dass dann bis zur tatsächlichen Veröffentlichung keine dramatischen Kurswechsel mehr vollziehen werde. Einen konkreten Termin wollte Sams nicht nennen.

Jaff Kaplan, Game Director von World of Warcraft, wollte gegenüber dem MTV Multiplayer Blog(öffnet im neuen Fenster) zumindest nicht ausschließen, dass das geheimnisumwitterte Projekt auch für Konsolen erscheint. Wer sich für das Spiel interessiert: Blizzard hat dafür momentan eine Reihe von Entwicklerjobs(öffnet im neuen Fenster) ausgeschrieben.


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