Videosystem ermöglicht Autofahrern Rundumblick

Dazu haben sie vorn, hinten und an den Seiten des Fahrzeugs je eine Videokamera angebracht. Das von Fujitsu entwickelte Videoverarbeitungssystem errechnet daraus eine virtuelle, dreidimensionale Ansicht der Umgebung des Fahrzeuges und stellt sie auf einer gekrümmten Ebene dar. Außerdem erlaubt das System dem Fahrer, verschiedene Perspektiven einzunehmen und sein Fahrzeug aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. So ermögliche das System eine Rundumsicht "mit der Perspektive und dem Sichtfeld, das am besten zu der aktuellen Verkehrssituation passt" .
Bei Einparken etwa kann der Fahrer die Straße, andere Autos und Passanten im Auge behalten. An Einmündungen und Kreuzungen zeigt ihm das System, ob er möglicherweise ein anderes Fahrzeug behindert oder einen Fußgänger gefährdet. Wenn das System auf Grund der Verkehrssituation einen anderen Blickwinkel zeigen soll, vollziehe es " einen sanften Übergang von einer Perspektive zu einer anderen, indem es fortlaufend Blickpunkte, Sichtfelder und Sichtachse interpoliere" , so Fujitsu. Das erleichtere es dem Fahrer, sich auf die neue Sichtweise einzustellen.
Videosysteme an Autos, die Fahrer unterstützen sollen, gewinnen laut Fujitsu an Beliebtheit. In Japan sind mehr als vier Millionen Videokameras für Autos verkauft worden.
Die Fujitsu-Entwickler wollen das System auf der Jahreskonferenz der Intelligent Transportation Society of America (ITSA), die vom 16. bis 20. November 2008 in New York stattfindet, vorstellen.