Verdi-Chef: Telekom arbeitete mit Stasi-Methoden
Recht auf freie gewerkschaftliche Betätigung angegriffen
Der vermutlich von der Deutschen Telekom bespitzelte Gewerkschaftschef Frank Bsirske hat die Praktiken des Bonner Konzerns als unerträglich bezeichnet. "Dass unsere Vertreter in Tarifverhandlungen Managern gegenüber sitzen, die möglicherweise Aufträge erteilt haben könnten, deren Telefonverkehr auszuwerten und zu protokollieren, ist einfach unerträglich."
Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die illegalen Überwachungspraktiken der Deutschen Telekom mit den Methoden der Stasi verglichen. Dem Nachrichtenmagazin Spiegel sagte er, das Vorgehen sei "durchaus mit Stasi-Methoden vergleichbar". Die Verantwortlichen hätten nicht nur gegen "geltendes Recht" verstoßen und "Persönlichkeitsrechte" verletzt, sondern auch die Mitbestimmung und das Recht auf freie gewerkschaftliche Betätigung (Koalitionsfreiheit) angegriffen. Die Telekom soll in den Jahren 2005 und 2006 unliebsame Journalisten und ihre Verbindungen zu Konzernaufsichtsräten illegal bespitzelt haben. Nach Medienberichten sollen neben Handyverbindungen und E-Mails auch Bankdaten ausgespäht worden sein. Zuletzt wurde enthüllt, dass auch Betriebsräte und weitere Beschäftigte zu den Opfern gehören.
Nun stünde eine schnelle Aufklärung der Affäre auf der Tagesordnung, so Bsirske. Sollte es Vorstände geben, die in die kriminellen Machenschaften involviert seien, müssten diese ihre Posten räumen.
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Ein ehrenwertes Motiv [1] rechtfertigt noch nicht die Straftat, sondern wirkt sich...
Und wenn es das zunächst einmal nicht ist? [...] Was genau hast Du eigentlich an den...
Ach so. Na dann ist ja alles klar! Nicht "Koniferen"? Stattdessen lieber...
kt.