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Valve und das FBI köderten deutschen Hacker mit Jobangebot

Half-Life-2-Hacker entgeht Falle von Spieleentwickler und US-Behörden. Das Entwicklerstudio Valve Software (Half-Life) soll gemeinsam mit dem FBI versucht haben, den mutmaßlichen deutschen Hacker Axel "Ago" Gembe in die USA zu locken. Doch statt des angebotenen Arbeitsvertrags sollten Handschellen warten.
/ Peter Steinlechner
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Im Jahr 2003 soll der deutsche Hacker Axel Gembe daran beteiligt gewesen sein, den Quellcode des damals noch unveröffentlichten Ego-Shooters Half-Life 2 durch einen Einbruch ins interne Netzwerk von Valve Software gestohlen zu haben. Nun hat das Entwicklerteam versucht, den Freiburger gemeinsam mit dem FBI durch ein fingiertes Jobangebot in die USA zu locken, um ihn dort verhaften zu können. Das berichtet das US-Magazin Wired(öffnet im neuen Fenster) .

Der Fall hatte damals für Aufsehen gesorgt, weil Valve-Chef Gabe Newell an die Öffentlichkeit getreten war und die Spieleszene in einem Forums-Posting gebeten hatte, sein Unternehmen bei der Suche nach den Hackern zu unterstützen. Im Februar 2004 hatte sich Gembe bei Valve gemeldet und behauptet, er habe nur die Entwicklung von Half-Life 2 beobachten wollen und seine Methode, in das Firmennetz zu gelangen, mehr oder weniger versehentlich an die tatsächlichen Software-Diebe weitergereicht.

Kurz darauf sei Gembe wegen eines möglichen Arbeitsvertrages regelmäßig in Kontakt mit Valve gewesen. Warum er die Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen bei Valve - das durch seine Festnahme ersetzt werden sollte - in Seattle doch nicht angenommen hat, ist unklar.


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