Microsoft investiert eine Milliarde US-Dollar in China
Die Position des China-Chefs war vakant, seit Leungs Vorgänger Tim Chen in September 2006 die Leitung des China-Geschäftes der National Basketball Association übernommen hatte. Zur Großregion China werden im Allgemeinen die Volksrepubik China mit Hongkong und Macao sowie Taiwan gezählt. Leung, der an Jean-Philippe Courtois, Chef von Microsoft International, berichten wird, kommt von Motorola, wo er für die Region Asien-Pazifik verantwortlich war.
Die Milliardeninvestition sei vor allem für Personal und Ressourcen für die Entwicklung gedacht, sagte Zhang Yaqin, Chef von Microsofts chinesischer Forschungsabteilung. Sie komme zu den 300 Millionen US-Dollar hinzu, für die Microsoft gerade ein Forschungszentrum in Peking baut.
Mit den beiden Maßnahmen will Microsoft besser in China Fuß fassen. Obwohl Microsofts Software auch dort die Computer beherrscht, verdient das Unternehmen auf dem zweitgrößten Computermarkt der Welt nur wenig Geld. Grund ist, dass vor allem private Nutzer in China sehr viel illegal kopierte Software einsetzen. Kürzlich hatte Microsoft in China mit einer Kampagne gegen die unrechtmäßige Nutzung von Software viel Unmut erregt: Auf Computern mit nicht lizenzierter oder gefälschter Software wurde der Bildschirmhintergrund schwarz und es erschien ein Pop-up, das vor dem Gebrauch solcher Software warnte.