Über eine Million Blu-ray-Filme in Deutschland verkauft
Gesunkene Gerätepreise und mehr Filme sorgen für steigendes Interesse
Über eine Million Filme auf Blu-ray-Disc wurden in Deutschland mittlerweile laut Blu-ray Disc Association (BDA) verkauft. Dennoch ist deren Europachef Frank Simonis nicht glücklich über den Stand der HDTV-Entwicklung in Deutschland.
Derzeit reisen die Blu-ray-Vertreter durch Deutschland, um mit Journalisten über den Stand der Entwicklungen des DVD-Nachfolgers zu reden. Mit einer neuen Demonstrationsscheibe soll Händlern geholfen werden, die Vorzüge von hochauflösenden Blu-ray-Filmen gegenüber den DVDs zu zeigen.
Da es den Menschen leichter fällt, im direkten Bildvergleich Qualitätsunterschiede zu entdecken, soll das bei künftigen Präsentationen im Handel auch stärker berücksichtigt werden. Allerdings weiterhin auf einem Bildschirm, anstatt DVDs und Blu-rays zur Veranschaulichung gleichzeitig auf zwei Displays nebeneinander abzuspielen.
Deutschland ist wie Japan für Blu-ray-Filme ein schwieriger Markt. In Japan sorgt laut BDA-Europachef Simonis hochauflösendes Fernsehen (HDTV) dafür, dass die Kunden lieber selbst auf die dort massenhaft verkauften Blu-ray-Rohlinge aufnehmen, als sich Blu-ray-Filme zu kaufen. In Deutschland ist der HDTV-Markt hingegen unterentwickelt, was für Simonis ebenfalls ein Nachteil ist.
Niels Leibbrandt, Marketingchef der Sony-Europazentrale, erklärte gegenüber Golem.de, dass viele Kunden in Deutschland erst einmal das Thema HDTV erklärt werden müsse, um die Vorzüge von Blu-ray-Scheiben zu veranschaulichen. Dennoch konnten laut der von der BDA zitierten GfK-Marktanalyse bis Anfang November 2008 bereits über 1 Million Blu-ray-Filme verkauft werden. Darauf basierenden Schätzungen zufolge müssten es mittlerweile 1,1 Millionen Stück sein.
Vor allem seit September/Oktober 2008 ist laut den GfK-Zahlen ein stärkeres Wachstum bei den Verkaufszahlen von Blu-ray-Filmen zu verzeichnen. Das liegt an Blockbustern wie "Transformers", "Indiana Jones - Das Königreich des Kristallschädels" und "Sex and the City", dem mittlerweile gleichzeitigen Erscheinen von DVD- und Blu-ray-Filmen sowie den nicht mehr so weit auseinanderliegenden Preisen von Neuveröffentlichungen. Simonis sieht das wachsende Blu-ray-Interesse auch durch die steigende Zahl der verkauften Blu-ray-Player bestätigt. Diese gibt es längst für teils unter 200 Euro, in den USA sogar für unter 200 US-Dollar inklusive Filmbeigaben. Noch sind aber die Preise von günstigeren DVD-Playern nicht erreicht.
Die Playstation 3 gilt als Blu-ray-Player aufgrund der Zahl der verkauften Geräte weiterhin als ernstzunehmende Größe. Die Spielekonsole ist allerdings nicht nur der weiterhin leistungsfähigste, sondern auch der stromfressendste Blu-ray-Player. Zudem wird sie eher zum Spielen genutzt: PS3-Besitzer kaufen Marktanalysen zufolge entsprechend weniger Filme als Besitzer von reinen Blu-ray-Playern.
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