Abo
  • IT-Karriere:

Wachstumswunder United Internet kommt ins Schleudern

Verluste durch Beteiligungen und Schwäche im Onlinewerbemarkt

United Internet (1&1, GMX, Web.de) hat im dritten Quartal einen Verlust von 103,8 Millionen Euro erlitten. Grund waren die fallenden Kurse der Beteiligungen an Freenet und Drillisch. Wegen Schwächen auf dem Onlinewerbemarkt senkte die Firma aus Montabaur die Erwartungen für Umsatz und operatives Ergebnis.

Artikel veröffentlicht am ,

United Internet schrieb von Juli bis September 2008 rote Zahlen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand noch ein Gewinn von 37,6 Millionen Euro unter den Bilanzen.

Stellenmarkt
  1. BavariaDirekt, München
  2. IGEL Technology GmbH, Augsburg

Die Firma aus Montabaur, die in den Geschäftsfeldern Internetzugang und Webhosting (1&1), Webmail (GMX, Web.de) und Werbeplatzvermarktung (Adlink Media, Affilinet) aktiv ist, musste im dritten Quartal auf ihre "strategischen Beteilungen" an Freenet und Drillisch 145,6 Millionen Euro abschreiben. Schuld war die Talfahrt an den Börsen.

Der Umsatz stieg von 375 Millionen Euro auf 407 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte mit 1,4 Prozent auf 77,7 Millionen Euro zulegen. Die Analysten hatten bei allen Kennzahlen mehr erwartet: Sie prognostizierten einen Umsatz von 418 Millionen Euro, ein EBITDA von 87 Millionen Euro und ein Defizit von 97 Millionen Euro.

Das Webhosting entwickelte sich positiv. Firmenchef Ralph Dommermuth beklagte aber einen "Abschwung des Onlinewerbemarktes im dritten Quartal" gepaart mit "hohem Margendruck insbesondere im Bereich der Displaywerbung". Im Onlinemarketing hätten sich die Budgetkürzungen der Werbetreibenden sowie der Margendruck deutlich sichtbar auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt, sagte er. Die im Berichtsquartal begonnene, konjunkturbedingte Zurückhaltung im Bereich der Displaywerbung werde auch im vierten Quartal anhalten. "Das operative Wachstum wird dadurch 2008 deutlich niedriger ausfallen als ursprünglich geplant", so der Firmenmitbegründer.

Aufgrund dieser Entwicklungen senkt der Vorstand erneut die Ziele für das Gesamtjahr 2008. Erst im August hatte die Firmenleitung die Vorgaben reduziert. Der Umsatz wird voraussichtlich um 11,6 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro zulegen. Zuletzt peilte United Internet noch ein Plus von 16 Prozent an. Das EBITDA soll nur noch um 11 Prozent auf rund 330 Millionen Euro klettern, hier lag die Zielmarke zuvor noch bei 20 Prozent.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. MacBook 12 m3-7Y32/8 GB/256 GB/Silber für 999€ + Versand oder kostenlose Marktabholung...
  2. (u. a. MacBook 12 m3-7Y32/8 GB/256 GB/Silber für 999€ + Versand oder kostenlose Marktabholung...
  3. 116,05€ (Bestpreis!)
  4. 849€ (Vergleichspreis über 1.000€)

spanther 19. Nov 2008

Autobahnen helfen gegen Staus :D *grins*

dsgfsaf 19. Nov 2008

Support ist das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Erst als ich ein Firmware-Update auf...

Jürgen G. Gmell 17. Nov 2008

Bei den Bauernfänger-Geschäftspraktiken, die sowohl 1&1 als auch WEB.DE mit seinem...

Klaus93 14. Nov 2008

Heißt das nicht aber, dass man nur mit Aktien beteiligt ist - also zockt?

Siga 14. Nov 2008

Es gibt also noch genug Leute die abgemahnt werden können. Sonst wäre das Wachstum ja...


Folgen Sie uns
       


Maxus EV80 Probe gefahren

Golem.de hat mit dem Maxus EV80 einen chinesischen Transporter mit europäischer DNA getestet.

Maxus EV80 Probe gefahren Video aufrufen
IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"
  2. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
  3. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /