Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

ProSiebenSat.1 gliedert Onlinevermarkter ein

SevenOne Interactive wird mit SevenOne Media verschmolzen. Die Eigentümer der TV-Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media haben offiziell bekanntgegeben, wie der Konzern umgebaut werden soll. Der Sender Sat.1 zieht von Berlin in die Konzernzentrale in München. Der TV-Vermarkter SevenOne Media und der Online- und Multimediavermarkter SevenOne Interactive werden in den Konzern eingegliedert und verschmolzen.
/ Achim Sawall
9 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Vorstand von ProSiebenSat.1 Media hat beschlossen, die Unternehmen der TV-Gruppe in Deutschland umzubauen. Im Konzern sollen dabei 225 Stellen wegfallen. Die vom Umzug nach München betroffenen 350 Berliner Beschäftigten erhalten ein Stellenangebot in München oder ein Abfindungsangebot, teilte das Unternehmen am 13. November 2008 in Unterföhring mit. Der Umzug soll bis zum 30. Juni 2009 erfolgen.

"Es ist geplant, SevenOne Media und SevenOne Interactive in einer neuen Struktur und übergreifenden Teams zusammenzuführen", so das Unternehmen. SevenOne Media vermarktet die TV-Sendeplätze, SevenOne Interactive ist für die Online-, Multimedia- und Teletext-Werbeflächen der ProSiebenSat.1-Gruppe zuständig. Angaben dazu, wie viele Beschäftigte bei den Vermarktern von dem Um- und Abbau betroffen sind, wurden bislang nicht gemacht.

ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch: "In einem schwierigen Marktumfeld haben wir einen Integrationsprozess gestartet, der die Marktposition der Gruppe entscheidend verbessert. Wir werden uns bemühen, die Sozialverträglichkeit dieser Veränderungen sicherzustellen. Jeder betroffene Mitarbeiter in Berlin erhält ein Jobangebot in München oder eine angemessene Abfindung. Wir hoffen, dass viel Mitarbeiter den Umzug nach München antreten."

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat an die Eigentümer von ProSiebenSat.1 appelliert, die Pläne zur Umstrukturierung der Sendergruppe nicht weiter zu verfolgen. Dies "degradiere Sat.1 vom Vollprogramm zur belanglosen Abspielstation", kritisierte DJV-BChef Michael Konken. Dies lasse sich nur mit den "völlig überzogenen Renditeerwartungen" der Eigentümer KKR und Permira erklären.


Relevante Themen