Abo
  • Services:
Anzeige

Achtfache Laufzeit für Lithium-Akkus im Labor

Koreanische Wissenschaftler schlagen neue Elektroden und Elektrolyte vor

An der südkoreanischen Universität Hanyang forschen mehrere Teams an Verbesserungen für Lithium-Ionen-Akkus. In neuen wissenschaftlichen Papieren schlagen die Koreaner sowohl neue Materialien für die Elektroden wie das Elektrolyt vor.

Lithium-Ionen-Akkus, wie sie sich heute in jedem Handy oder Notebook finden, sind noch immer die aufladbaren Batterien mit der höchsten Energiedichte und den meisten Ladezyklen. Neben mobiler Elektronik werden sie auch in einigen Elektroautos verwendet, wobei sich aber die Grenzen der Technik zeigen: Lithium-Akkus für Fahrzeuge wiegen mehrere 100 Kilogramm, wenn eine zu Verbrennungsmotoren vergleichbare Reichweite erreicht werden soll.

Anzeige

Weltweit arbeiten Forscher daher vor allem zur Bekämpfung des Klimawandels und nicht mehr primär für mobile Elektronik an einer Erhöhung der Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus. Dafür existieren mehrere Vorschläge, die vor allem darauf abzielen, die Oberfläche der Elektroden zu erhöhen. Bisher kam hier, unter anderem in Labors des US-Energieministeriums, Nanotechnologie zum Einsatz - die verwendeten Materialien änderten sich kaum.

Mit staatlicher Förderung haben nun mehrere Teams der koreanischen Universität Hanyang sowohl für Elektroden wie auch das Elektrolyt neue Stoffe erforscht. Die negative Elektrode soll dabei aus Graphit gebaut sein, an das sich sehr feine Siliziumverbindungen anlagern. Das vergrößert die Oberfläche erheblich.

Um dabei die Elektronenbeweglichkeit noch im geforderten Rahmen zu halten, ist auch ein neues Elektrolyt nötig. Die Koreaner setzen dabei auf eine Kombination aus den bisher schon kommerziell verwendeten Lithium-Salzen und Polyethylen-Oxid (PEO). Bisher galt PEO nur bei weit über der Raumtemperatur angesiedelter Hitze als flüssig zu machen, und damit für die Anwendung in einem Elektrolyt als unbrauchbar.

An der Hanyang-Universität ist es nun nach Papieren der Wissenschaftler gelungen, PEO mit Litihium-Salzen so zu vermischen, dass das Elektrolyt, bei dem die Salze in PEO gelöst werden, auch bei Raumtemperatur noch flüssig genug ist. Damit können sich die Elektronen zwischen den Elektroden wie bei bisherigen Materialien bewegen.

Im Ergebnis sollen die so entstehenden Akkus im Vergleich mit bisherigen Geräten bei gleichem Gewicht achtmal länger durchhalten. Ob sich das bisher nur im Labor nachgewiesene Verfahren auch kommerziell einsetzen lässt, und wann das der Fall sein könnte, gaben die Wissenschaftler nicht an. Sie haben ihre Ergebnisse in den aktuellen Ausgaben der Fachzeitschriften "Angewandte Chemie" und "Journal of Applied Polymer Science" veröffentlicht.


eye home zur Startseite
Mein Name!!!! 13. Nov 2008

NSA, nicht NASA, du vollpfosten!

EvilTwin 13. Nov 2008

naja, die batterie könnte sich durchaus - so gut isoliert - mit wenig energieaufwand...

-.- 13. Nov 2008

wirklich kein Text.

Seher 13. Nov 2008

Fortschritt um jeden Preis sollte die Devise sein... Selbst wenn man dazu eine *zensiert...

mes-dea 12. Nov 2008

Natrium-Nickelchlorid-Batterie. Heutzutage sind die Probleme die Lebensdauer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Mobile Collaboration GmbH, Ettlingen
  2. Landespolizeiamt Schleswig-Holstein, Kiel
  3. M-net Telekommunikations GmbH, München
  4. Daimler AG, Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. 147,89€ (Vergleichspreis ab 219€)
  2. 79,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Megaupload

    Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA

  2. PC-Markt

    Unternehmen geben deutschen PC-Käufen einen Schub

  3. Ungepatchte Sicherheitslücke

    Google legt sich erneut mit Microsoft an

  4. Torus

    CoreOS gibt weitere Eigenentwicklung auf

  5. Hololens

    Verbesserte AR-Brille soll nicht vor 2019 kommen

  6. Halo Wars 2 im Test

    Echtzeit-Strategie für Supersoldaten

  7. Autonome Systeme

    Microsoft stellt virtuelle Testplattform für Drohnen vor

  8. Limux

    Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts

  9. Betriebssysteme

    Linux 4.10 beschleunigt und verbessert

  10. Supercomputer

    Der erste Exaflops-Rechner wird in China gebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
EU-Funkanlagenrichtlinie: Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
EU-Funkanlagenrichtlinie
Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
  1. Freie Software Gemeinnützigkeit-as-a-Service gibt es auch in Europa
  2. CPU-Architektur RISC-V soll dominierende Architektur werden
  3. IETF-Standard Erste Quic-Tests kommen noch diesen Sommer

Autonomes Fahren: Die Ära der Kooperitis
Autonomes Fahren
Die Ära der Kooperitis
  1. Neue Bedienungssysteme im Auto Es kribbelt in den Fingern
  2. Amazon Alexa im Auto, im Kinderzimmer und im Kühlschrank
  3. Focalcrest Mixtile Hub soll inkompatible Produkte in Homekit einbinden

Thimbleweed Park angespielt: Die Rückkehr der unsterblichen Pixel
Thimbleweed Park angespielt
Die Rückkehr der unsterblichen Pixel

  1. Re: richtig so!

    Eheran | 01:36

  2. Re: Wirklich witzig

    laserbeamer | 01:34

  3. Re: Wie kann es so ein RoboRacer "übertreiben"?

    Vögelchen | 00:56

  4. Re: "keine besondere Laserpräzision notwendig"

    Johannes Kurz | 00:48

  5. Re: Verzicht

    Nielz | 00:40


  1. 18:33

  2. 17:38

  3. 16:38

  4. 16:27

  5. 15:23

  6. 14:00

  7. 13:12

  8. 12:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel