SAP engagiert hochrangigen Oracle-Manager John Wookey
Executive Vice President verließ Oracle im Streit
Der Hersteller von Unternehmenssoftware SAP hat John Wookey, einen ehemals hochrangigen Abteilungsleiter beim Erzfeind Oracle, engagiert. Er wird auch bei SAP den Titel Executive Vice President tragen und direkt an den Konzernchef berichten.
SAP hat John Wookey, der bei Oracle die Entwicklung der Fusion Apps und Fusion-Middleware leitete, unter Vertrag genommen. "Ja, ich kann bestätigen, dass John Wookey für SAP arbeitet. Er ist Executive Vice President (EVP) für Large Enterprise On Demand", sagte SAP-Sprecher Günter Gaugler Golem.de. Damit wird Wookey, der über viel Insiderwissen zu den Oracle-Produkten verfügt, direkt an den SAP-Vorstandschef Henning Kagermann berichten und für onlinebasierte Applikationen für große Unternehmenskunden verantwortlich sein.
Im Oktober 2007 hatte Oracle bestätigt, dass Wookey seinen Posten als Senior Vice President für Applikationsentwicklung und Leiter für Applications Strategy, wo er hauptverantwortlich für die Fusion-Strategie war, aufgibt.
Im Kampf gegen den Erzfeind SAP setzt Oracle auf seine Middleware-Plattformen "Fusion" und "Fusion Apps" nach dem SOA-Modell (Service-orientierte Architektur). Mit "Fusion Applications" arbeitet Oracle an einem Paket integrierter Dienste, die Bestandteile aus verschiedenen Anwendungen wie Siebel Systems, PeopleSoft oder aus der E-Business Suite kombinieren.
Die britische Financial Times berichtet, dass Wookey die zeitlichen Vorgaben nicht einhalten konnte und sich mit Oracle-Chef Larry Ellison überworfen hatte. Er soll keine Konkurrenzausschlussklauseln bei Oracle unterschrieben haben, so die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Zudem ist seit seinem Weggang über ein Jahr verstrichen.
Oracle hatte seinen Rivalen im März 2007 verklagt, was den Krieg zwischen den Konkurrenten offen ausbrechen ließ. SAP habe über seine ehemalige Tochter TomorrowNow "Diebstahl in großem Stil" begangen, so der Vorwurf, der später um Urheberrechts- und Vertragsverletzung erweitert wurde. TomorrowNow-Angestellte sollen Log-ins von Oracle-Kunden genutzt haben, um tausende von Softwareprodukten und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen und zu nutzen. SAP räumte im Juli 2007 "unangemessene Downloads" von Oracle-Supportmaterial ein, auch wenn die Tochter TomorrowNow berechtigt war, im Auftrag seiner Kunden Material von der Oracle-Website zu laden. Ende Oktober 2008 hatte SAP den Geschäftsbetrieb von TomorrowNow eingestellt.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed







^^
So I've been sorta-kinda told that I'll on the agenda c trick a job in D.C. waiting for...
Die haben wahrscheinlich Einstellungstop, weil das Budget für Personalkosten durch diese...
Von zehn SAP-Systemen die auf Oracle laufen ist es vielleicht bei einem sinnvoll. Auch...