Telekom Austria schickt 1.250 Beamte nach Hause
Gewerkschaft kritisiert Ersetzung durch Leiharbeiter
Die Telekom Austria AG stellt bis Ende 2009 circa 1.250 verbeamtete Beschäftigte frei. Bis zum Jahr 2011 sollen in der Festnetzsparte insgesamt 2.500 Stellen wegfallen, sagte Konzernchef Boris Nemsic. Zugleich sind 700 Leiharbeiter im Unternehmen.
Der österreichische Konzern Telekom Austria will im Festnetzbereich, wo gegenwärtig 9.200 Menschen beschäftigt sind, in den kommenden zwei Jahren 2.500 Stellen abbauen. "Wir haben konsistent kommuniziert, dass wir davon ausgehen, dass bis zu 2.500 Mitarbeiter bis 2011 nicht mehr beschäftigt werden können", sagte Konzernchef Boris Nemsic am 10. November 2008 in Wien. "Vor dem Hintergrund eines schrumpfenden Festnetzmarktes sind Personal- und Kosteneinsparungen dringend notwendige Maßnahmen."
Gesamtbetriebsratschef Michael Kolek von der Gewerkschaft für Post- und Fernmeldebedienstete (GPF) stellte diese Argumentation jedoch in Frage. Wenn es wirklich Arbeitsmangel durch Modernisierung gäbe, warum würden dann 700 Zeitarbeiter bei der Telekom Austria beschäftigt?, fragte er. "Die Leute haben genug Arbeit, die schauen ja nicht in die Luft", sagte er. Offenbar sollten hier sichere Arbeitsverhältnisse gegen ungesicherte ausgetauscht werden. "Wir werden dagegen Sturm laufen", sagte er den OÖNachrichten. Es werde um jeden einzelnen Arbeitsplatz gekämpft.
Für die Restrukturierung will der Vorstand von Telekom-Austria eine Rückstellung in Höhe von 630 Millionen Euro vornehmen. Davon sind 60 Millionen Euro für Sozialpläne gesetzt. Geplant sei auch die Errichtung einer eigenen Personalagentur für freigestellte Mitarbeiter, nachdem die Regierung sich hier nicht wie erhofft engagiert hatte.
Vor allem infolge geringerer Personalkosten und durch wegfallende Zahlungen für Gehaltszulagen, Überstunden, Reise- und Schulungskosten soll das EBITDA im Jahr 2009 um rund 35 Millionen Euro wachsen.
Zugleich gab Nemsic eine Gewinnwarnung aus. Statt eines "stabilen Ergebnis in Höhe des Vorjahres", das bei 761,4 Millionen Euro lag, werde nun ein "geringer" Nettoverlust erwartet, warnte der Konzern. Die Telekom Austria erwartet 2008 einen Anstieg der Umsatzerlöse um rund 5 Prozent.
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