Symbian-Oberfläche UIQ steht vor dem Aus (Update)

Belegschaft von UIQ Technology wird voraussichtlich entlassen

In den kommenden sechs Monaten wird voraussichtlich die gesamte Belegschaft von UIQ Technology entlassen. Damit zieht Sony Ericsson einen Schlussstrich unter seine Beteiligung an der Symbian-Oberfläche UIQ.

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Das Ende von UIQ kam auch durch die Ankündigung der Open-Source-Strategie für die Symbian-Plattform. Das Unternehmen Symbian wird dazu in eine Stiftung überführt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bedienkonzepte S60 sowie UIQ beide Einzug in die Symbian-Stiftung halten werden. Aber seit Nokia das S60 kürzlich um Touchscreenfunktionen erweitert hat, verringert sich die Daseinsberechtigung von UIQ. In den zurückliegenden Monaten wurden kaum noch neue Symbian-Smartphones mit UIQ vorgestellt.

Noch vor einiger Zeit setzte Sony Ericsson UIQ in den Topmodellen des Herstellers ein. Mit dem Xperia X1 entschied sich der Konzern für Windows Mobile von Microsoft und kehrte der Symbian-Plattform erst einmal den Rücken. Derzeit ist nicht bekannt, ob Sony Ericsson in Zukunft wieder Symbian-Smartphones bauen wird. Ein Symbian-Smartphone mit UIQ wird es aber in keinem Fall geben, erklärte das Unternehmen auf Nachfrage.

Nachdem Sony Ericsson die Abkehr von UIQ Ende Oktober 2008 erstmals verkündet hatte, wurde in der vergangenen Woche die Belegschaft von UIQ Technology über die Zukunft des Unternehmens informiert. Und diese sieht im Moment ungewiss aus. Möglicherweise wird allen Angestellten innerhalb der kommenden sechs Monaten gekündigt, erklärte UIQ Technology. Sony Ericsson hält sich allerdings noch die Option offen, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Der Handyhersteller wird UIQ Technology nur noch für eine Übergangsphase unterstützen.

Sony Ericsson will in jedem Fall die UIQ-Plattform der Symbian-Stiftung zur Verfügung stellen, so dass der Anreiz für einen Kauf von UIQ Technology gering ausfällt. Ein Verkauf hätte demnach wohl nur geringe Erfolgsaussichten. Nach schwedischen Medienberichten sind 270 Angestellte von UIQ Technology von den Entlassungen betroffen.

Nachtrag vom 11. November 2008, 14:12 Uhr:
UIQ Technology teilte auf Anfrage mit, dass insgesamt noch 270 Menschen für das Unternehmen tätig sind und bestätigte damit die Berichte schwedischer Zeitungen. Alle Angestellten arbeiten am Stammsitz im schwedischen Ronneby. Die Niederlassungen in Großbritannien und Ungarn wurden bereits vor längerer Zeit geschlossen.

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